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	<title>LeRoy Eims &#8211; KfG  -`✞´-  Konferenz für Gemeindegründung</title>
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	<description>Konferenz für Gemeindegründung e.V.</description>
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	<item>
		<title>Das Profil eines Gläubigen, Jüngers, Arbeiters und Leiters</title>
		<link>https://kfg.org/2025/das-profil-eines-glaeubigen-juengers-arbeiters-und-leiters/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LeRoy Eims]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Sep 2025 21:50:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Biblische Lehre / Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeindepraxis]]></category>
		<category><![CDATA[Praktisches Christenleben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vier Profile beschreiben den geistlichen Weg vom Gläubigen bis zum Leiter: Der Gläubige erlebt neues Leben und liebt Jesus. Der wachsende Jünger lebt hingebungsvoll, meidet Sünde, folgt Gottes Wort und bekennt sich zu Christus. Der Arbeiter führt andere zu Jesus und begleitet sie im Glauben. Der Leiter schließlich formt Jünger zu Arbeitern, führt Teams und lebt in Treue und Verantwortung.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Dieser Anhang enthält die Profile jeder einzelnen, der genannten Entwicklungsphasen. Die Profile können als Checkliste dienen, um zu prüfen, wie man im jeweiligen Stadium vorankommt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">1. Profil eines Gläubigen</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Er hat die Anzeichen eines neuen Lebens (2Kor 5,17).</li>



<li>Er liebt Jesus.</li>



<li>Er verabscheut Sünde.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">2. Profil eines wachsenden Jüngers</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Er ist ein Nachfolger Jesu Christi, und der Herr steht für ihn in den wichtigsten Lebensbereichen an erster Stelle. Er unternimmt Schritte, um sich von Sünde fernzuhalten (Lk 9,23; Röm 12,1-2).</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Er hält am Wort Gottes fest, indem er es sich durch Bibelstudium oder das Auswendiglernen der Schrift einverleibt. Mithilfe des Heiligen Geistes wendet er das Wort Gottes beständig in seinem Leben an (s. Joh 8,31; Jak 1,22-25; Ps 119,59).</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Er lebt ein Leben in beständiger Hingabe und wächst im Glauben und in der Fürbitte für andere (Mk 1,35; Hebr 11,6; Kol 4,2-4).</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Er besucht regelmäßig die Gemeindezusammenkünfte und lebt die Liebe Christi aus, indem er sich mit anderen Gläubigen identifiziert und ihnen dient (s. Ps 122,1; Hebr 10,25; Joh 13,34-35; 1Joh 4,20-21; Gal 5,13).</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>In seinem Umfeld und an seinem Arbeitsplatz ist er für sein Bekenntnis zu Jesus Christus bekannt, hat ein Anliegen für das Zeugnisgeben, erzählt freimütig seine Bekehrungsgeschichte und gibt mit wachsender Wirksamkeit das Evangelium weiter (Mt 5,16; Kol 4,6; 1Petr 3,15).</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Er ist offen, lernbereit und lehrfähig (Apg 17,11).</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Er folgt sichtbar Jesus Christus nach und lernt von ihm, und er zeigt in all den oben genannten Punkten Beständigkeit und Treue (Lk 16,10).</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">3. Profil eines Arbeiters</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Er wächst weiter in den Fähigkeiten und Eigenschaften, die unter dem Profil eines wachsenden Jüngers beschrieben sind (1Petr 3,18).</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Er hat ein starkes Anliegen für die Verlorenen, und hat die offensichtliche Fähigkeit, Menschen zu Christus zu führen (Mt 9,36-38; Röm 1,6).</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Gott gebraucht ihn, um Neubekehrte und Jünger durch persönliche Beziehungen oder in einem Jüngerschaftsteam zu festigen (Kol 1,28-29).</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Er ist auch gegenwärtig damit beschäftigt, Menschen zu Jüngern zu machen (Mt 28,19).</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Regelmäßiges Bibelstudium in allen Variationen und die Stille Zeit sind in seinem Leben feste Gewohnheiten geworden (Phil 4,9).</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">4. Profil eines Leiters</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Er ist ein fähiger Arbeiter, der in den Fähigkeiten und Eigenschaften unter dem Profil eines Arbeiters noch weiterwächst.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Gott hat ihn gebraucht, um andere Jünger zu Arbeitern zu machen (2Tim 2,2).</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Er bringt Arbeiter zusammen und leitet sie darin an, wie man den Verlorenen das Evangelium bringt und Gläubigen hilft, fest zu werden (Mk 1,38).</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Treue und Aufrichtigkeit sind die Kennzeichen seines Lebens und Dienstes (2Tim 2,19-21).</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://kfg.org/wp-content/uploads/2025/09/163-Profil-Glaeugiber-Juenger-Arbeiter-Leister-Skizze.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="680" height="427" src="https://kfg.org/wp-content/uploads/2025/09/163-Profil-Glaeugiber-Juenger-Arbeiter-Leister-Skizze.png" alt="" class="wp-image-18445" srcset="https://kfg.org/wp-content/uploads/2025/09/163-Profil-Glaeugiber-Juenger-Arbeiter-Leister-Skizze.png 680w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2025/09/163-Profil-Glaeugiber-Juenger-Arbeiter-Leister-Skizze-300x188.png 300w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2025/09/163-Profil-Glaeugiber-Juenger-Arbeiter-Leister-Skizze-500x314.png 500w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></a></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Prozess vom Jünger zum Arbeiter</title>
		<link>https://kfg.org/2025/der-prozess-vom-juenger-zum-arbeiter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LeRoy Eims]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2025 22:10:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Leiterschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Praktisches Christenleben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jesu Auftrag lautete und lautet, Menschen zu Jüngern zu machen (Mt 28,19) – und sie nicht nur zur Bekehrung zu führen. Wer diesem Ruf folgen will, muss bereit sein, Gläubige auf ihrem Weg zu begleiten, bis sie selbst reife und fruchtbare Nachfolger werden, die wiederum andere zu Jüngern machen. Erst dann ist der nächste Schritt erreicht: die Bereitschaft, als Arbeiter im Reich Gottes zu dienen.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Mit freundlicher Genehmigung des Betanien-Verlags drucken wir hier einige Auszüge aus „Die verlorene Kunst des Jüngermachens“ von LeRoy Eims, 3. Auflage 2023, ab. Die Redaktion</em></p>



<p>Der Befehl Jesu lautete, Menschen zu Jüngern zu machen (Mt 28,19). Das ist ein bedeutender Schritt weiter als die bloße Ermahnung, selber Jünger zu werden. Wenn wir gemäß Gottes wunderbaren Plan handeln wollen, müssen wir Menschen helfen, zu Jüngern zu werden. Das zu unterlassen bedeutet, die Genialität des Auftrags Jesu nicht begriffen zu haben.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://kfg.org/wp-content/uploads/2025/09/grafik2.jpg"><img decoding="async" width="95" height="225" src="https://kfg.org/wp-content/uploads/2025/09/grafik2.jpg" alt="" class="wp-image-18453"/></a></figure>



<p>Ich möchte fragen: „Wenn du jemanden zu Christus geführt hast, bist du dann glücklich?“ – Natürlich. Du bist begeistert, wie alle anderen unmittelbar Betroffenen – die Person selbst und Gottes Engel im Himmel. Doch bist du zufrieden? – Nein, du solltest nicht zufrieden sein. Jesus befahl uns mehr, als nur Menschen zur Bekehrung zu führen. Er trug uns auf, Jünger zu machen. Darum musst du an demjenigen, den du zu Christus geführt hast, „dranbleiben“ und ihm helfen zu wachsen, bis er selber zu denen gehört, die eifrig und effektiv an der Sache des Herrn arbeiten. Dann wird man ihn als einen reifen, hingegebenen, fruchtbaren Nachfolger Jesu Christi sehen.</p>



<p>Freust du dich nun, dass der Gläubige ein Jünger geworden ist? – Natürlich. Doch bist du zufrieden? – Nein, solange er nicht selber, dauerhaft und ernstlich daran interessiert ist, anderen zu helfen, ebenso zu Jüngern zu werden. Erst dann ist er bereit zum nächsten Schritt in dem Prozess, wie Gott ihn in seinem Reich einsetzen kann: Er ist bereit, ein Arbeiter zu werden.</p>



<p>Doch es gibt auch solche, die nie dieses Stadium erreichen. Sie sind echte Jünger Jesu Christi. Sie bekennen sich öffentlich zum Herrn. Sie leben in Gemeinschaft mit ihm durch das Lesen im Wort und das Gebet. Die Früchte des Geistes werden an ihnen sichtbar (Gal 5,22-23), und sie leisten ihren einzigartigen Beitrag am Leib Christi. Sie unterrichten in der Sonntagschule. Sie bringen sich in verschiedenen Gremien und Gruppen ein. Sie bereichern diese nicht allein durch ihr Wissen über und ihr Engagement, sondern durch ihr gottesfürchtiges Leben und ihren geistlichen Tiefgang. Doch anscheinend fehlt ihnen die Gabe und Berufung, persönlich und aktiv mit anderen zu arbeiten, um sie zu Jüngern zu machen. Es wäre falsch zu versuchen, sie weiter in diese Richtung zu drängen. Sind sie Jünger? Ja! Sind sie Arbeiter, die selbst andere zu Jüngern machen? Nein! Es kann schlimmer Schaden angerichtet werden, wenn übereifrige Lehrmeister versuchen, Leute zu weit zu drängen und sie jenseits ihrer Begabung und Berufung durch Gott zu führen.</p>



<p>Aus der Schrift sehen wir, dass die Sache Jesu ein großes Spektrum verschiedenartiger Mitarbeiter umfasst. Worauf wir in diesem Kapitel und in den nächsten beiden abzielen, hat mit besonderen Arbeitern zu tun. Als Jesus feststellte, dass es nur wenige Arbeiter gibt (Mt 9,37), sprach er von solchen Arbeitern, die direkt an der Ernte beteiligt sind. Von diesen Erntearbeitern sprach Jesus, als er sagte, dass es <em>wenige </em>Arbeiter gibt. Im Reich Gottes sind das die Arbeiter, die direkt in diesem besonderen Dienst stehen, Seelen für Jesus Christus zu ernten, und diesen zu helfen, ebenso in der Ernte mitzuarbeiten. Das soll weder die Arbeit der anderen Jünger Jesu abwerten, noch sie zu Bürgern zweiter Klasse erniedrigen. Auch</p>



<p>die Finanzen der Gemeinde müssen ordentlich verwaltet werden. In der Sonntagsschule werden dringend Mitarbeiter benötigt. Andere Arbeiter in der Gemeinde erledigen treu ihre Aufgaben.</p>



<p>Keine Frage: Die Arbeit derer, die lehren, in Gremien tätig sind, und sich um eine Unzahl anderer Gemeindearbeiten kümmern, ist von ebenso großem Wert. Aber hier geht es speziell um die Sorte von Arbeitern, die Jesus erwähnt (Mt 9,37): Um auf Männer und Frauen, die inbrünstige Zeugen Jesu Christi und weise Bauarbeiter im Leben anderer sind. In diesem Sinn werden wir den Begriff „Arbeiter“ gebrauchen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">A. Eigenschaften eines potentiellen Arbeiters</h2>



<p>Wer zu dieser Aufgabe berufen ist, andere zu Jüngern zu machen, braucht weitere Unterweisung, um für den Dienst ausgerüstet zu werden, zu dem Christus ihn berufen, und den er ihm aufs Herz gelegt hat. Solche Christen haben eine Vision für die Multiplikation von Jüngern und wirken begeistert an dieser Sache mit. Sie haben ein Herz für Menschen und wollen unbedingt ihr Leben dafür einsetzen, ihnen zu helfen. Darum muss ihnen das nötige „Know-how“ beigebracht werden.</p>



<p><strong><em>Ein Anliegen für Multiplikation.</em></strong></p>



<p>Wenn sich jemand nicht wirklich bewusst ist, welche Kraft in der Multiplikation von Jüngern verborgen liegt, wird er nie mit einem anderen durch dick und dünn gehen. „Ihn verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen in aller Weisheit lehren, um jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen; wozu ich mich auch bemühe und kämpfend ringe gemäß seiner Wirksamkeit, die in mir wirkt in Kraft“ (Kol 1,28-29).</p>



<p>Ein Experiment verdeutlicht die einschlägige Kraft der Multiplikation: Wenn ein Stück Dünndruckpapier, so dünn wie eine Seite der Bibel, fünfzig Mal gefaltet werden könnte, wie dick wäre es dann? Der Computer gab eine erstaunliche Antwort – es wäre fast 30 Millionen Kilometer hoch. Um das irgendwie in ein für uns greifbares Verhältnis zu setzen, können wir den Vergleich heranziehen, dass der Mond etwa nur 385.000 km von uns entfernt ist.</p>



<p>Auch im geistlichen Bereich ist Multiplikation möglich, wie Paulus Timotheus schrieb: <em>„Was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen gehört hast, das vertraue treuen Menschen an, die tüchtig sein werden, auch andere zu lehren!“</em> (2Tim 2,2). Paulus, Timotheus, treue Menschen, andere – dies ist Multiplikation auf geistlichem Gebiet. Wenn jemand einen Jünger hervorgebracht hat, hat er sich als Jünger reproduziert. Er ist ein Arbeiter geworden. Wenn jemand einen Arbeiter herangebildet hat, hat er sowohl weitere Jünger hervorgebracht, als auch sich selbst als Arbeiter reproduziert. Die Multiplikation auf geistlichem Gebiet bringt sowohl Jünger als auch Arbeiter hervor.</p>



<p><strong><em>Ein Anliegen für Menschen.</em></strong></p>



<p>Neben einem Anliegen für diese Art der Multiplikation muss der angehende Arbeiter ein Anliegen für Menschen haben. Er muss fähig sein, bei anderen das Potenzial zu sehen, das Gottes ihnen gegeben hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">B. Das Prinzip, am Leben des anderen teilzuhaben</h2>



<p>Jesus kam in diese Welt, um sich um sein Volk zu kümmern. Und während der gemeinsamen Zeit mit seinen Jüngern bildete er sie aus. Von daher ergibt sich folgender Grundsatz: Ohne persönliche Anteilnahme</p>



<p>kein wirkliches Training. Um die Bedürfnisse unseres Schützlings zu treffen, müssen wir ihn kennen und eine Beziehung zu ihm haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">C. Eignungskriterien eines potentiellen Arbeiters</h2>



<p>An diesem Punkt deiner Beziehung zu einem Menschen bist du schon viel weiter als das, was in einer Gruppe und durch die Weitergabe allgemeiner Ratschläge für geistliche Gesundheit erreicht werden kann. Weil nun der Zeitfaktor eine wichtige Rolle spielt, kannst du dir nicht leisten, deine Zeit in irgendetwas anderes zu investieren, als in das, was bestimmten Bedürfnissen entspricht und zum Erreichen bestimmter Ziele beiträgt. Da dein Tag nur 24 Stunden hat, und da du nur ein Leben hast, kannst du dir nicht leisten, Zeit zu verschwenden. Das bedeutet, dass du sichergehen musst, dass die Leute, in die du dein Leben investierst, auch die richtigen sind. Sie müssen bereit und imstande sein eifrig das aufzunehmen, was du ihnen vermitteln willst. Und du musst sicherstellen, dass deine Lehrinhalte auch tatsächlich dem entsprechen, was sie für ihr Leben brauchen.</p>



<p>Auswahl ist auch einer der Schlüssel, wenn man Menschen zu Jüngern machen will. Jesus lehrte diesen Grundsatz, indem er auch unter seinen Jüngern eine Auswahl traf. Viele Jünger folgten ihm nach; einmal lesen wir von mindestens siebzig (Lk 10,1). Doch aus ihnen allen erwählte er die Zwölf, um sie in besonderer Weise auszubilden. Zuerst sollten sie ihm nachfolgen und dann in den Dienst miteinbezogen werden. <em>„Kommt, mir nach! Und ich werde euch zu Menschenfischern machen“</em> (Mt 4,19).</p>



<p>Auf was müssen wir achten, wenn wir Arbeiter für ein Jünger machendes Team auswählen? Ich glaube, dass in Jesaja 58,10 das Hauptkriterium genannt wird: „Wenn du dem Hungrigen dein Brot darreichst und die gebeugte Seele sättigst, dann wird dein Licht aufgehen in der Finsternis, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag.“ Die Antwort liegt in dem Wort „Hunger“. Die Menschen, die wir auswählen, müssen einen Hunger danach ver-spüren, Menschen zu Jüngern zu machen. Und dieser Hunger kann in drei Punkten zum Ausdruck kommen.</p>



<p><strong><em>1. Ein Hunger, beim Jüngermachen mitzuarbeiten.</em></strong></p>



<p>Deine Seele auszuschütten bedeutet, dein Leben zu geben. Das kostet dich und fordert enorme Belastbarkeit. Wenn du versuchst, dein Leben mit jemandem zu teilen, der nicht dazu bereit ist, wird er abgeschreckt sein. Es wäre zu schnell zu viel. Bedenke, dass ein Baby schneller krank wird, wenn es überfüttert wird, als wenn es einmal zu wenig bekommt. Such darum einen Menschen, der wirklich mitarbeiten will. Dies zeigt sich allgemein darin, dass er sich zur Verfügung stellt. Wenn du ihn brauchst, ist er da. Wenn ihr euch vor dem Frühstück treffen wollt und euch für sechs Uhr früh verabredet, kommt er schon um 5.45 Uhr und kann es kaum erwarten loszulegen.</p>



<p><strong><em>2. Hunger nach Gott.</em></strong></p>



<p>Außer dem Hunger nach Mitarbeit, sollte er auch einen Hunger nach Gott selbst haben. Sein Leben sollte stark auf die Beziehung „himmelwärts“ ausgerichtet sein. Er sollte wie der Psalmist, der seinen Hunger nach Gott im Psalm 42 zum Ausdruck brachte, sagen können: „Wie eine Hirschkuh lechzt nach Wasserbächen, so lechzt meine Seele nach dir, o Gott!“ (Ps 42,2) David sagte: „Meine Seele hängt an dir, deine Rechte hält mich aufrecht“ (Ps 63,9).</p>



<p><strong><em>3. Ein Hunger danach, jeden Preis zu zahlen</em></strong></p>



<p>Er muss die Kosten überschlagen haben und bereit sein, sie zu tragen. An diesem Punkt musst du Klartext reden und ihn wie Jesus herausfordern: <em>„Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf täglich und folge mir nach!“</em> (Lk 9,23)</p>



<p>Wenn bei dem Kandidaten in diesen drei Punkten ein Hunger vorhanden ist – dabei zu sein, für Gott persönlich, um jeden Preis –, kann er ein Arbeiter Jesu Christi werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">D. Worauf beim Training eines Arbeiters zu achten ist</h2>



<p>In deiner Arbeit mit einem Jünger auf einer persönlichen Ebene – einer Zweierschaft – solltest du dich auf vier Dinge konzentrieren: die Überzeugung, Perspektive, Vorzüglichkeit und Charakterstärke.</p>



<p><strong><em>1. Überzeugung</em></strong></p>



<p>Bis zu diesem Zeitpunkt hat der angehende Arbeiter deine Überzeugungen übernommen. Er weiß, warum du Bibelstellen auswendig lernst, die Bibel studierst und betest. Aber auf lange Sicht wird ihm das nicht ausreichen. Er braucht eigene Überzeugungen. Diese Überzeugungen können sich auf zwei Arten entwickeln: durch sein eigenes Bibelstudium und durch die Beantwortung der Fragen nach dem „Warum“.</p>



<p>Ein anderes Mal arbeitete ich mit einer Gruppe von Leuten zusammen, denen es schwerfiel, die Wichtigkeit von Gottes Wort in ihrem Leben anzuerkennen. Ich schlug vor, einmal Psalm 119 durchzuarbeiten. Das war nichts, das zu schwierig oder umfangreich gewesen wäre. Wir lasen einfach nur den Psalm durch, und achteten auf die verschiedenen Verben. Später lasen wir ihn wieder durch, um nach den verschiedenen Begriffen zu suchen, die für das Wort Gottes gebraucht werden. Beim dritten Lesegang versuchten wir, die Haltung des Psalmisten gegenüber Gottes Wort herauszufinden. Es dauerte ziemlich lange, aber am Ende der Bibelstunde hatten sie sich von Gott selbst von der Wichtigkeit seines Wortes überzeugen lassen.</p>



<p>Zu eigenen Überzeugungen kommt jemand auch, wenn man ihn einmal alle Gründe aufschreiben lässt, warum er all das tun sollte. Warum Stille Zeit haben? Warum beten? Warum die Bibel studieren? Das kann ein echtes Schlüsselerlebnis werden. An Glaubenssätzen hält man fest, aber von Überzeugungen ist man selbst ergriffen.</p>



<p><strong><em>2. Perspektive</em></strong></p>



<p>Wenn du einen Mitarbeiter zurüstest, musst du an seiner Perspektive arbeiten. Wenn jemand zu Christus findet, bleibt er zunächst immer noch ein auf sich selbst fixiertes Individuum. Wenn man dann aber beginnt, im Herrn zu wachsen, verändert sich der Blickwinkel allmählich. Er ist nicht mehr nur auf sich selbst fixiert. Langsam wird er sich der Nöte seiner Mitchristen bewusst. Er beginnt die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.</p>



<p><strong><em>3. Vorzüglichkeit</em></strong></p>



<p>Ein Drittes, was ein Mitarbeiter</p>



<p>besitzen sollte, ist der Sinn für Vorzüglichkeit. Er darf sich nicht mit dem Durchschnitt zufriedengeben. Seinen Dienst für andere soll er mit Fleiß und Kompetenz ausüben. Sein Zeugnis, sein Dienst, seine Mitarbeit sollen das Zeugnis Jesu widerspiegeln, denn <em>„Er hat alles wohlgemacht“</em> (Mk 7,37). Wie geschrieben steht:</p>



<p><em>„Der Gott des Friedens aber, der den großen Hirten der Schafe aus den Toten heraufgeführt hat durch das Blut eines ewigen Bundes, unseren Herrn Jesus, vollende euch in allem Guten, damit ihr seinen Willen tut, indem er in uns schafft, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit sei von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen“</em> (Hebr. 13,20-21).</p>



<p>Wenn wir mit allem Guten ausgerüstet sein sollen, um Gottes Willen zu tun, muss dies durch Jesus Christus geschehen. Schließlich ist er der Einzige, der jemals alles wohlgemacht hat. Wenn also in unseren Schützlingen der Wunsch heranwachsen soll, ihr Bestes zu geben, müssen wir sie dazu bringen, sich ganz Jesus auszuliefern und ihn durch sich leben lassen.</p>



<p><strong><em>4. Charakterstärke</em></strong></p>



<p>Als Letztes möchten wir auf die Beziehung des Mitarbeiters zu Gott und seinen geistlichen Charakter eingehen. <em>„Denn das Reich Gottes besteht nicht im Wort, sondern in Kraft“</em> (1Kor 4,20). Dies ist moralische Kraft und Seelenqualität. Dies ist von lebenslanger Bedeutung. Wir werden in diesem Leben nie perfekt im Glauben, in der Reinheit, der Ehrlichkeit, Demut und anderen Tugenden sein. Wir wachsen und reifen lediglich auf diese Ziele zu.</p>



<p>Der Apostel Johannes sagte:</p>



<p><em>„Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Und wir sind es. Deswegen erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, dass wir, wenn es offenbar werden wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich selbst, wie er rein ist“ </em>(1Joh 3,1-3).</p>



<p>Ein Arbeiter ist nun ein Jünger plus noch etwas. In der Schrift wird er als ein Feldarbeiter beschrieben, als Erntearbeiter. Er sät und erntet (Joh 4,37-38). Er pflanzt und bewässert (1Kor 3,7-9). Er legt den Grund und ein anderer baut darauf (1Kor 3,10). Er macht Menschen zu Jüngern (Mt 28,19-20). Ein Arbeiter ist damit beschäftigt, die Verlorenen zu gewinnen und die Gläubigen aufzuerbauen.</p>



<p>Das ist die Bedeutung von Evangelisation und Zurüstung. Arbeiter am Reich Gottes die helfen, den Missionsbefehl auszuführen. Jesus sagte, dass genau da eine Not herrscht. In erster Linie sollte unser Anliegen sein, dass aus unserem Dienst Arbeiter hervorgehen.</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Geistliches Wachstum durch das Paulus­-Timotheus­-Prinzip</title>
		<link>https://kfg.org/2025/geistliches-wachstum-durch-das-paulus-timotheus-prinzip/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LeRoy Eims]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Sep 2025 21:51:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Leiterschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kfg.org/?p=18449</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der geistliche Weg eines Christen beginnt mit der Bekehrung und führt über die Jüngerschaft hin zum Dienst für den Herrn. Dabei stellt sich die Frage, welche geistliche Nahrung und welche Art von Begleitung notwendig sind, damit reife und verlässliche Mitarbeiter in der Gemeinde Jesu Christi heranwachsen können.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Mit freundlicher Genehmigung des Betanien-Verlags drucken wir hier einige Auszüge aus „Die verlorene Kunst des Jüngermachens“ von LeRoy Eims, 3. Auflage 2023, ab. Die Redaktion</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Grundsätzliches</h2>



<p>Jeder an Jesus Christus Gläubige sollte Gelegenheit haben, persönlich ernährt zu werden und sich zu ent-wickeln. Von jedem Neubekehrten wird erwartet, dass er sein volles Potential für Gott ausschöpft. Und bei den Meisten wäre das der Fall, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten; wenn ihnen nur jemand die erforderliche Nahrung geben, die nötige Hilfe leisten und die angemessene Unterweisung vermitteln würde, und wenn sie jemandem so wichtig wären, dass er etwas für sie leiden, etwas für sie opfern und viel für sie beten würde.</p>



<p>In diesem Artikel möchten wir den Wachstumsprozess im Leben eines Christen betrachten, von seiner Bekehrung zu Christus an, bis er ein <em>Jünger </em>und schließlich ein <em>Arbeiter </em>für den Herrn wird. Wir werden untersuchen, welcher Nahrung und Führung es bedarf, damit geistlich reife Arbeiter in der Gemeinde Jesu Christi heranwachsen können.</p>



<p>Die Konzepte und Prinzipien, die wir näher betrachten werden, entstammen keinem wildwüchsigen, unausgegorenen Gedankengang. Wahres Wachstum braucht Zeit und Tränen, Liebe und Geduld. Der Leiter braucht den Glauben, um die Menschen so zu sehen, wie Gott sie haben möchte. Und er braucht eine gewisse Erkenntnis, um ihnen zu helfen, an diesem Ziel anzukommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Notwendigkeit der Multiplikation</h2>



<p>Schaut man den Dienst der Apostel nach Jesu Himmelfahrt und dem daran anschließenden Dienst jener Jünger, die jene ausgebildet hatten, an, können wir eine Menge sehen, was für unser eigenes Leben und unseren Dienst anwendbar ist.</p>



<p>Manche Gemeindeleiter haben mich gefragt: „Glaubst du wirklich, dass dieses Jüngerschaftstraining auch in der Gemeinde von heute funktioniert?“ Meine Antwort war immer dieselbe: Es funktionierte in der Gemeinde in Jerusalem; es funktionierte in der Gemeinde in Antiochien. Die ganze Methode hat ihren Ursprung in der neutestamentlichen Gemeinde. Es gibt keinen erdenklichen Grund, warum sie heute nicht angewandt werden könnte.</p>



<p>Der Missionsbefehl gilt immer noch. Die Botschaft des Evangeliums ist dieselbe. Unser Dienst geschieht durch denselben Heiligen Geist. Wir haben dasselbe Wort Gottes. Und wir haben die Verheißung, die Jesus im Zusammenhang mit dem Jüngermachen gab: <em>„Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.“</em> (Mt 28,20). Wo also liegt heute das Problem? Warum sehen wir das so wenig praktiziert? Warum sind hingegebene, reife Jünger, die Frucht bringen, so rar? Der Hauptgrund liegt darin, dass wir zu oft auf Programme oder Materialien oder andere Dinge vertraut haben, die die Arbeit abnehmen sollen.</p>



<p>Der Dienst wird nicht durch Programme, sondern von Menschen getan. Er muss nicht durch etwas, sondern von jemandem ausgeübt werden. Jünger können nicht in Massenproduktion gemacht werden. Wir können Menschen nicht in ein Programm stecken und meinen, am Ende des Produktionsablaufes kämen Jünger dabei heraus. Jünger auszubilden kostet Zeit. Jeder braucht individuelle, persönliche Betreuung. Es kostet Stunden der Fürbitte. Es kostet Geduld und Einfühlungsvermögen, um ihnen beizubringen, wie sie selbstständig das Wort Gottes studieren, ihre Seele nähren und die Bibel in der Kraft des Heiligen Geistes auf ihr Leben anwenden können. Und man muss ihnen in all diesem ein Vorbild sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Gemeinde vor Ort</h2>



<p>In jeder Gemeinde sind die Interessen an der Sache des Herrn sehr verschieden. Manche Leute wollen einfach nur zuschauen und zuhören. Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Gründen: Gewohnheit, Pflichtgefühl, Gruppenzwang, Geschäftsverbindungen, oder um soziale Kontakte zu pflegen. Manche sind Christen, die einfach nur mitschwimmen, und manche sind Nicht-Christen, die einfach nur da sind.</p>



<p>Zu den Zuschauern kommt noch eine Gruppe hinzu: Die Mitwirkenden. Diese Leute übernehmen freiwillig einen Dienst in der Gemeinde, und geben in den meisten Fällen ihr Bestes. Vielleicht begrüßen sie die Leute vor dem Gottesdienst für die Erwachsenen, helfen als Platzanweiser, dienen in Ausschüssen oder als Leiter in einer der vielen Kreise und Gruppen in der Gemeinde. Manche halten Kinderstunden oder Bibelunterricht oder setzen sich in einer Vielzahl von anderen Bereichen ein. Diese Mitwirkenden bilden das Rückgrat der Gemeinde. Ohne sie würde all das nicht funktionieren.</p>



<p>Jeder einzelne von uns hat spezielle Bedürfnisse, um die sich nur andere Menschen kümmern können. Kein System oder Programm wird automatisch diese Bedürfnisse stillen können. Als Individuen haben wir alle besondere Nöte, in denen nur andere Menschen helfen können. Hier besteht die Gefahr, nicht zu erkennen, dass manche noch nicht für ein Jüngerschaftstraining bereit sind oder das eigentlich gar nicht wollen. Manche Gemeindehirten haben neu den Wunsch entdeckt, Jünger zu machen und haben es dann eilig, diesen Dienst in die Gemeinde einzuführen. Doch dadurch vertreiben sie manche guten Leute, oder geben ihnen das Gefühl, Christen zweiter Klasse zu sein. Oft wird vorschnell gehandelt, weil man unerfahren ist und meint, jeder sollte jetzt plötzlich ein perfekter Jünger sein. Nicht alle können diese Erwartungen erfüllen und somit fühlen sich viele verletzt.</p>



<p>Damit die Gemeinde am wirkungsvollsten arbeiten kann, müssen Ungläubige ebenso wie lauwarme und hingegebene Gläubige dort abgeholt werden, wo sie stehen. Damit sich Leute zu Jüngerschaftsbeziehungen</p>



<p>ermutigen lassen, sind zuallererst drei Dinge wichtig: Sie müssen motiviert sein, Jünger zu werden, tägliche Gemeinschaft mit Jesus Christus zu pflegen und als Zeugnis für ihn zu leben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">1. Motivation zu Jüngerschaft und Engagement</h3>



<p>Der erste Schritt, um eine Gruppe von Jüngern zusammenzubekommen, die etwas lernen wollen, ist die Motivation. Sie müssen in zwei Richtungen motiviert werden – innerlich und äußerlich. Innerlich müssen sie motiviert werden, Gemeinschaft mit Jesus Christus zu haben, und äußerlich müssen sie zu Zeugen für Jesus Christus werden. Der gesamte Prozess sollte mit viel Gebet und Bedacht angegangen werden. So, wie man ein neues Bauprojekt in Angriff nimmt.</p>



<p>Bevor man in einer Gemeinde mit einem Jüngerschaftstraining beginnt, bedarf es der gleichen Art des Weitblicks und der Planung. Der Schlüssel dazu ist, langsam vorzugehen und nicht zu versuchen, mit zu vielen zu viel und zu schnell zu machen. Die Zuschauer sind immer noch da, und viele von ihnen möchten auch Zuschauer bleiben. Menschen zur Nachfolge Jesu zu ermutigen, ist ein Projekt, das Andere begeistert. Zu gegebener Zeit wirst du erkennen können, wer wirklich ein Jünger werden will. Die dazu bereit sind, werden dann selbst merken, wie wichtig es ist, Zeit im Wort Gottes zu verbringen – es zu lesen, zu studieren, auswendig zu lernen – und eine tägliche Gebetszeit einzurichten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Gemeinschaft mit dem Herrn</h3>



<p>Wenn wir feststellen, dass Jüngerschaftstraining in unserer Gemeinschaft bei manchen ein Interesse an geistlichen Dingen geweckt hat,</p>



<p>können wir eine weitere Idee in den fruchtbaren Boden einpflanzen. Dieses Mal geht es darum, regelmäßige Gemeinschaft mit dem Herrn zu haben. Es ist unser Ziel, dass aus unserer Gruppe Menschen hervorgehen, die das Wort Gottes beständig, regelmäßig und ganz persönlich verinnerlichen, und ein wirksames Gebetsleben haben. Sie sind Menschen, die täglich neu in einer gesunden Gemeinschaft mit Jesus Christus leben, und durch deren Leben Christus für die Leute sichtbar wird.</p>



<p>Um dies zu erreichen, müssen wir sichergehen, dass die geistliche Ernährung nicht nur von der wöchentlichen Predigt abhängt, sondern, dass die Jünger auch im Stande sind, sich selbst täglich aus dem Wort Gottes zu ernähren. Das Problem ist nicht, dass keine geistliche Nahrung vorhanden ist. Das Problem liegt darin, dass viele Christen nicht wissen, wie sie sich diese Nahrung beschaffen können. Sie sind wie Babys in einer Speisekammer, umgeben von vielerlei Babygläschen – Fleisch, Obst, Gemüse&#8230; Doch sie würden geradewegs verhungern, wenn niemand da wäre, der ihnen die Gläser öffnet.</p>



<p>Nachdem er auferstanden war, befahl Jesus dem Petrus, die Lämmer und Schafe zu weiden. Zu dieser Aufgabe gehört es, die Schafe so zu führen, dass sie sich selbst ernähren können. Wenn ein Mensch zum Glauben an Jesus Christus kommt, braucht er jemanden, der ihm hilft zu lernen, wie er sich selbst ernähren kann. Und in Gemeinden gibt es Leute, die nie gelernt haben, wie man sich selbst aus dem Wort versorgt.</p>



<p>Unsere erste und wichtigste Verantwortung als Christen ist es, eine starke, tägliche, beständige Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus zu pflegen, indem wir uns durch sein Wort ernähren. Und wir müssen anderen helfen, es ebenso zu tun.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Das Zeugnis für den Herrn</h3>



<p>Anderen beizubringen, wie man für den Herrn Zeugnis gibt, ist eines der schönsten und erfüllendsten Aspekte einer Jüngerschaftsbeziehung. Doch wird niemand Zeugnis geben, wenn er nicht Zeit mit Jesus verbracht hat. Wir müssen den Jüngern zwei wichtige Prinzipien erklären: Erstens</p>



<p>ist das Zeugnis etwas, das Gott tut; und zweitens, gebraucht er dazu Menschen.</p>



<p><strong><em>Gott tut es.</em></strong></p>



<p>Das erste Prinzip beim Zeugnisgeben ist, dass es Gott ist, der es tut. Es ist keine Erfindung von Menschen und wird nicht durch menschliche Kraft bewirkt. Wenn in dieser Welt irgendetwas von geistlichem Wert getan wird, dann nur, weil Gott am Werk ist. Sowohl im Altern als auch im Neuen Testament stellen wir das überall fest. Von diesem Prinzip, muss jeder überzeugt sein, der ein fruchtbarer, hingegebener, lebenslanger Zeuge Jesu Christi sein will. Ein richtiges Verständnis dieses Prinzips vertreibt unsere Furcht und Nervosität beim Zeugnisgeben. Wir vertrauen ganz auf Gott. Er ist es, der durch uns wirkt.</p>



<p><strong><em>Gott gebraucht Menschen.</em></strong></p>



<p>Das zweite Prinzip beim Zeugnisgeben ist, dass Gott Menschen dazu gebraucht. Gläubige Männer und Frauen sind seine auserwählten Werkzeuge, um das Evangelium unter den Menschen zu verbreiten. Wie fruchtbar wir sind, hängt davon ab, wie eng wir in Gemeinschaft mit Christus leben. Darum muss diese Gemeinschaft an erster Stelle stehen. Zeugnisgeben ist nicht Überarbeitung, sondern Überfluss. Dabei wirkt Christus durch Menschen zu anderen Menschen. Paulus sagte:<em> „Denn ich werde nicht wagen, etwas von dem zu reden, was Christus nicht durch mich gewirkt hat zum Gehorsam der Nationen durch Wort und Werk“</em> (Röm 15,18). Es war Christus, der durch Paulus zu den Menschen sprach.</p>



<p>Es ist bemerkenswert, dass die letzten Worte, die Jesus auf dem Ölberg seinen Jüngern sagte, und die ersten Worte an den neuen Apostel auf der Straße nach Damaskus, vom Zeugnisgeben handelten. Das ist es, was sich Gott von seinen Erlösten wünscht. Gott hatte Paulus errettet, um ihn in seinem großen Plan, der Weltevangelisation, einzusetzen. Er war gerettet, um Zeuge zu sein.</p>



<p>Evangelisation ist das, was unser Jüngerschaftsprogramm am Leben erhalten wird. Ohne Evangelisation würden die Pläne Gottes nicht erfüllt. Wir Gläubige sind keine Eimer, die mit all den Reichtümern Christi gefüllt werden sollen, sondern Kanäle des Segens, um der Welt die Rettung zu bringen.</p>



<p>Zeugnisgeben muss mit viel Gebet, Sorgfalt und Planung einhergehen. Dann werden die von uns herangebildeten, reifen und hingegebenen Jünger aktive Zeugen sein. Es gibt unzählige Möglichkeiten, und die Not ist groß. Doch hingegebene Jünger, die in Gemeinschaft mit dem Herrn leben, können von solchen Möglichkeiten Gebrauch machen und helfen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Prozess des Jüngermachens</h2>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://kfg.org/wp-content/uploads/2025/09/grafik.png"><img decoding="async" width="416" height="137" src="https://kfg.org/wp-content/uploads/2025/09/grafik.png" alt="" class="wp-image-18451" srcset="https://kfg.org/wp-content/uploads/2025/09/grafik.png 416w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2025/09/grafik-300x99.png 300w" sizes="(max-width: 416px) 100vw, 416px" /></a></figure>



<h3 class="wp-block-heading">1.Was ein Neubekehrter braucht</h3>



<p>Wir müssen wissen, was nötig ist, damit jemand ein Jünger Jesu wird, und wie man dieser Person dabei helfen kann.</p>



<p><strong><em>Heilsgewissheit</em></strong></p>



<p>Das Erste, was ein Neubekehrter haben muss, ist Heilsgewissheit. Er muss sich sicher sein, dass er wirklich wiedergeboren ist. Und wenn du es bist, der ihn helfend begleitet, solltest auch du dir in diesem Punkt sicher sein. Ich habe Menschen erlebt, die sich „entschieden“ hatten, doch als ich versuchte, ihnen zu helfen, in der Gnade und der Erkenntnis Jesu Christi zu wachsen, musste ich feststellen, dass sie noch immer tot in ihren Übertretungen und Sünden waren. Sie hatten kein geistliches Leben. Ich musste auf die harte Tour lernen, dass es unmöglich ist, einen Menschen zu einem Jünger zu machen, der geistlich tot ist.</p>



<p>Paulus sagte: <em>„Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden“</em> (2Kor 5,17). Um zu erkennen, ob ein Mensch wirklich neues Leben bekommen hat, muss bei ihm ein Sinneswandel gegenüber Jesus Christus und Sünde erkennbar sein. Dies bedeutet weder, dass er nun völlig die Lehre der Herrschaft Christi über sein Leben versteht,</p>



<p>noch, dass er alle seine alten Probleme gelöst hat. Doch seine grundlegenden Einstellungen haben sich verändert. Nun betrachtet er Jesus ehrerbietend (s. 1Jo 5,11-12) und hat eine ablehnende Haltung der Sünde gegenüber (1Jo 1,9). Mit anderen Worten: Er zeigt Anzeichen von neuem Leben.</p>



<p><strong><em>Angenommen sein</em></strong></p>



<p>Ein weiteres Bedürfnis eines Neubekehrten ist Angenommensein. Zwei Dinge müssen ihm klargemacht werden: Du bist geliebt und angenommen. Diese sind zwei Seiten ein und derselben Medaille.</p>



<p>In seiner Haltung gegenüber den Thessalonichern ist Paulus ein Beispiel dafür. <em>„So, in Liebe zu euch hingezogen, waren wir willig, euch nicht allein das Evangelium Gottes, sondern auch unser eigenes Leben mitzuteilen, weil ihr uns lieb geworden wart“</em> (1Thes 2,8). Kein Wunder, dass diese Thessalonicher in ihrem Glaubensleben und ihrem Zeugnis solche Fortschritte machten, „so dass ihr allen Gläubigen in Mazedonien und in Achaja zu Vorbildern geworden seid.“</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Die Grundbedürfnisse eines wachsenden Christen</h3>



<p>Außer Sicherheit und Annahme hat ein wachsender Christ vier weitere Grundbedürfnisse. Er braucht Schutz, Gemeinschaft, Nahrung und Unterweisung.</p>



<p><strong><em>Er braucht Schutz.</em></strong></p>



<p>Für seine Gläubigen und Schützlinge durchlebte Paulus fortwährende Geburtswehen, bis Christus in ihnen Gestalt annahm (s. Gal 4,19). Neugeborene brauchen Schutz. Auf der Säuglingsstation eines Krankenhauses sterilisieren die Krankenschwestern alle Utensilien; sie tragen einen Gesichtsschutz, um das neue Leben vor schädlichen Keimen zu schützen. Genauso ist es mit neugeborenen Christen. Sie müssen vor falschen Lehren und einer Vielzahl verschiedener feindlicher Angriffe geschützt werden.</p>



<p><strong><em>Er braucht Gemeinschaft.</em></strong></p>



<p>Er ist in eine Familie hinein geboren und braucht die Gemeinschaft mit seinen Brüdern und Schwestern in Christus. Als meine Frau und ich zum Glauben kamen, war eine Frau aus der Gemeinde sehr bemüht, uns mit gleichaltrigen Christen zusammenzubringen. Sie nahm sich Zeit und schlug Bibelstellen mit uns nach, um unsere vielen Fragen zu beantworten. Sie machte uns mit anderen Gemeindegliedern bekannt, die uns unter der Woche zu sich nach Hause einluden. Darunter war ein Landwirt, ein Bankier, ein Friseur. Sie nahmen uns mit in ihr Leben hinein und gaben uns das Gefühl, in der Gemeinde zuhause und willkommen zu sein.</p>



<p><strong><em>Er braucht Nahrung.</em></strong></p>



<p>Der Neubekehrte bekommt seine Nahrung auf zweierlei Weise. Die eine ist, ihn direkt im Wort zu unterweisen. Wenn meine Frau und ich unsere neuen gläubigen Freunde besuchten, kam das Gespräch stets auf geistliche Themen. Wir stellten Fragen, und sie zückten ihre Bibeln und zeigten uns die Antworten. Bald war ich überzeugt, dass die Antwort auf jede Frage in diesem Buch zu finden war. Wenn sie einmal auf eine unserer Fragen keine Antwort hatten, fragten sie die Gemeindeleiter, die ihnen halfen, die Antwort zu finden, von der sie uns dann berichteten. Auch bei der Erwachsenen-Sonntagschule und im Gottesdienst lernten sie die Schrift immer besser kennen.</p>



<p>Doch erst als ich Waldron Scott begegnete, lernte ich die zweite Weise kennen, wie man durch das Wort ernährt werden kann. Damals gaben mir meine Freunde Nahrung aus der Bibel, aber Scotty zeigte mir, wie ich mich selbst ernähren konnte. Er begann mit Virginia und mir ein grundlegendes Bibelstudium mit Fragen und Antworten. Die Antworten mussten wir uns selbst erarbeiten. Er brachte uns bei, wie wir die Schrift auswendig lernen und uns selbstständig aus der Bibel ernähren konnten.</p>



<p>Tue dein Bestes, damit er dem Stadium entwächst, wo er noch deine Hilfe braucht, um seine geistliche Ration zu bekommen. Zeige ihm, wie man sich selbst ernährt. Wenn wir ihm nicht diese lebensnotwendige Gewohnheit beibringen, wird er für den Rest seines Lebens von anderen abhängig sein. Gott möchte, dass er wächst und sich zu einem kräftigen Jünger Jesu entwickelt, der wiederum anderen helfen und ihm zeigen kann, wie auch sie solch einen Vorgang wiederholen können</p>



<p><strong><em>Er braucht Unterweisung.</em></strong></p>



<p>Auch hier ist Paulus uns ein Beispiel: <em>„wie ihr ja wisst, dass wir euch, und zwar jeden Einzelnen von euch, wie ein Vater seine Kinder ermahnt und getröstet und beschworen haben, des Gottes würdig zu wandeln, der euch zu seinem Reich und seiner Herrlichkeit beruft“</em> (1Thes 2,11-12).</p>



<p>Wenn wir einen Neubekehrten anleiten, sollten wir uns auf die „Wie-Fragen“ konzentrieren. Die Antworten auf die „Warum-Fragen“ folgen später. Zuerst muss der junge Gläubige das Wie erlernen. Paulus sagte den Thessalonichern: <em>„Übrigens nun, Brüder, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jesus, da ihr ja von uns Weisung empfangen habt, wie ihr wandeln und Gott gefallen sollt – wie ihr auch wandelt – dass ihr darin noch reichlicher zunehmt.“</em> (1Thes 4,1). Der wachsende Gläubige muss erlernen, wie man eine morgendliche Stille Zeit im Wort Gottes und Gebet verbringt, wie man das Wort Gottes auswendig lernt, wie man die Bibel studiert, wie man das Evangelium klar und einfach weitersagt. Diese Dinge brauchen Zeit. Doch es ist unsere Verantwortung, ihm das beizubringen.</p>



<p>All das setzt voraus, dass wir diese Dinge selbst leben. Als Waldron Scott mit mir anfing, die Schrift auswendig zu lernen, sagte er: <em>„Das ist etwas, das mir selbst sehr geholfen hat.“</em> Und gab mir einen kleinen Stapel mit Verskarten, die speziell für Jungbekehrte konzipiert waren. Ein Vorbild zu sein, ist eine der besten Weisen, einem anderen etwas beizubringen. Paulus schreibt: <em>„Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut! Und der Gott des Friedens wird mit euch sein.“</em> (Phil 4,9).</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Die wichtigsten Eigenschaften des Wachstums</h3>



<p>Wer einem Neubekehrten beim Wachstum helfen will, muss ihm helfen, in seinem Leben zwei der wichtigsten Eigenschaften zu entwickeln: ein tiefes Verlangen nach Gemeinschaft mit Jesus Christus und die Beständigkeit.</p>



<p><strong><em>Gemeinschaft mit Jesus Christus</em></strong></p>



<p>Das Kennzeichen von Männern und Frauen Gottes war zu allen Zeiten eine tiefe Nähe zu und enge Gemeinschaft mit Jesus Christus. Wir müssen dem Neubekehrten helfen, dass diese Haltung ein fester Bestandteil seines Lebens wird. Deshalb bete, dass er Hunger auf Gottes Wort und Freude daran hat. Bete anhand von Bibelversen für ihn, dass diese Wahrheiten in seinem Leben sichtbar werden. Einige Beispiele:</p>



<p><strong>Montag:</strong> <em>„Wie liebe ich dein Gesetz! Es ist mein Nachdenken den ganzen Tag.“</em> (Ps 119,97). Bete: „Herr, möge er dein Gesetz liebgewinnen und täglich darüber nachsinnen.“</p>



<p><strong>Dienstag:</strong> <em>„Wunderbar sind deine Zeugnisse, darum bewahrt sie meine Seele.“</em> (Ps 119,129). Bete: „Herr möge er erkennen, wie wunderbar dein Wort ist und ihm vollkommen gehorchen.“</p>



<p><strong>Mittwoch:</strong> <em>„Ich habe meinen Mund weit aufgetan und gelechzt, denn ich sehne mich nach deinen Geboten.“</em> (Ps 119,131). Bete: „Möge er ein solches Verlangen nach deinem Wort bekommen.“</p>



<p><strong>Donnerstag:</strong> <em>„Wohlgeläutert ist dein Wort, dein Knecht hat es lieb.“</em> (Ps 119,140). Bete: „Herr, bitte gebe ihm eine große Liebe zu deinem Wort.“</p>



<p><strong>Freitag:</strong> <em>„Meine Augen sind den Nachtwachen zuvorgekommen, um nachzudenken über dein Wort.“</em> (Ps 119,148). Bete: „Möge er sich auf die Nacht freuen, weil er beim Einschlafen über dein Wort nachsinnen kann.“</p>



<p><strong>Samstag:</strong> <em>„Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute macht.“</em> (Ps 119,162). Bete: „Herr, hilf ihm, sich stets an deinem Wort zu freuen.“</p>



<p><strong><em>Beständigkeit</em></strong></p>



<p>Die zweite wichtige Eigenschaft, die sich im Leben eines Neubekehrten entwickeln sollte, ist die Beständigkeit oder Treue. Doch Beständigkeit kann nicht erzwungen werden. Ich habe es versucht und dabei versagt. So musste ich erkennen, das Treue und Beständigkeit Früchte sind, die der Heilige Geist von innen her wirkt und nicht durch menschliche Anstrengung von außen aufgesetzt werden kann. Wir können auf dreierlei Weise etwas dafür tun, dass diese Treue durch die Kraft des Heiligen Geistes bei einem Junggläubigen zum Vorschein kommt:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Gib ihm kleine Aufgaben im Bibelstudium, die er an einem Stück erledigen kann, und von denen du weißt, dass sie ihm zum Segen sein werden. Hilfreich sind tägliche Bibellesehilfen oder Andachtsbücher, die einen kleinen Aufgabenteil (Fragenbeantwortung) beinhalten.</li>



<li>Mach mit ihm zusammen „Stille Zeit“. Schlag ihm vor, dass ihr euch frühmorgens vor der Arbeit bzw. Schule kurz zum Bibellesen und Beten trefft. Besuche ihn zu Hause, trinke eine Tasse Kaffee mit ihm, und verbring mit ihm zusammen etwas Zeit mit dem Herrn. Da diese Dinge viel leichter abgeschaut als beigebracht werden, wird er von dir lernen, wenn du es mit ihm zusammen tust.</li>



<li>Frag immer wieder nach und ermutige ihn regelmäßig. Das ist sehr wichtig; doch die Betonung liegt auf dem Wort ermutigen.</li>
</ol>



<p>Während meines ersten Jahres im Dienst der Universität fanden einige Männer zu Christus. Wann ich sie im Wohnheim traf, quetschte ich sie immer sofort aus, wie es ihnen im Bibelstudium, Auswendiglernen und ihrer Beziehung zu Gott ging. Bald nannten sie mich den alten „Herrn Oberaufseher“. Wenn es in ihrem Leben einmal nicht so vorbildlich lief, mieden sie mich einfach. Bald wurde mir klar: Es ist schwer, jemand in seinem Glaubensleben wachsen zu helfen, wenn er mich meidet. Darum musste ich mich ändern. Und so wurde ich einige Zeit später als „der Mutmacher“ bekannt. Je mehr ich andere ermutigte, desto mehr Veränderung fand statt.</p>



<p>Die Neubekehrten wuchsen und wir hatten wunderbare Gemeinschaft. In ihrem Weg mit dem Herrn wurden sie beständig.</p>
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