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	<title>Erfahrungsbericht &#8211; KfG  -`✞´-  Konferenz für Gemeindegründung</title>
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	<description>Konferenz für Gemeindegründung e.V.</description>
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		<title>Staffelübergabe &#8211; Ein Erfahrungsbericht</title>
		<link>https://kfg.org/2024/staffeluebergabe-ein-erfahrungsbericht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nikolai Ediger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jul 2024 20:47:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Erfahrungsbericht von Nikolai Ediger mit der Staffelübergabe</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Erste Erfahrungen mit der Weitergabe von Gemeindeleitung</h2>



<p>Meine erste Erfahrung mit der Übergabe einer Gemeindeleitung machte ich 2006 in der Gemeinde Mayen. Damals war es vor allem in russlanddeutschen Gemeinden üblich, dass eine Gemeinde auch mit nur einem Ältesten auskam, unabhängig von ihrer Größe. So war ich der einzige Älteste in einer Gemeinde mit etwas über 100 Mitgliedern. Obwohl ich keine theologische Ausbildung hatte, erkannte ich die Notwendigkeit, jemanden zu motivieren, bibeltreue Theologie zu studieren. Unser Sohn, Johann Ediger, fühlte sich berufen und absolvierte das Bibelseminar Bonn. Dies war eine große Bereicherung für die Gemeinde. Zwar stimmte ich nicht mit allen Vorschlägen meines Sohnes aus der Bibelschule überein, doch die Lehre von der Mehrzahl der Ältesten überzeugte mich. Als eine von Natur aus bestimmende Person erkannte ich den Wert verschiedener Meinungen und die Notwendigkeit, mit anderen Ältesten zusammenzuarbeiten. So wurden drei weitere Personen, darunter auch der junge Theologe Johann Ediger, zum Ältesten eingesetzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Herausforderungen bei der Übergabe der Verantwortung</h2>



<p>Im Jahr 2006 wurde ich für einen vollzeitigen Dienst in Südbayern berufen, um mit einer Gemeindegründungsarbeit zu beginnen. Plötzlich stellte sich die Frage, wer die Verantwortung für die Gemeinde in Mayen übernehmen sollte. Die Gemeinde war stabil und wuchs, doch sie war stark auf mich als Leiter und Gründer fokussiert. Mit 55 Jahren hatte ich mir keine Gedanken über Nachfolger gemacht oder darüber, wie die Arbeitsverteilung zwischen den Ältesten aussehen sollte. Rückblickend sehe ich dies als großen Fehler, den ich gerne vermieden hätte. Ich verließ die Gemeinde für eine neue Gemeindegründungsarbeit, ohne die Ältestenschaft ausreichend darauf vorzubereiten, die Verantwortung zu übernehmen. „Gott wird schon sorgen“, dachte ich, „das ist doch Seine Gemeinde“. Dies war jedoch eher eine Ausrede, und die späteren Schwierigkeiten in der Gemeinde in Mayen raubten mir oft den Frieden. Seitdem bin ich überzeugt, dass ein Ältester, egal wie alt oder jung er ist, sich immer um die „Staffelübergabe“ kümmern muss. Diese Überzeugung habe ich auch in der Gemeindegründungsarbeit in Bayern praktiziert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vorbereitung der nächsten Generation</h2>



<p>In Bayern wurden elf Gemeinden gegründet oder organisiert. Ich nahm mir viel Zeit, leitende Brüder auf ihre zukünftigen Aufgaben vorzubereiten. Auch in unserer Muttergemeinde in Deggendorf wurden frühzeitig Brüder in den Ältestendienst berufen. Ich motivierte sie, das Wort Gottes zu studieren und Verantwortung für die Gemeinde zu übernehmen. Mit 67 Jahren legte ich meinen Ältestendienst als verantwortlicher Ältester nieder, begleitet von Freude und Gebet für die neue Generation von Ältesten. Während der Abschiedsfeierlichkeiten fragte mich ein eingeladener Ältester aus einer befreundeten Gemeinde, ob es mir schwerfalle, den Dienst abzugeben. In diesem Moment fühlte ich eine große Erleichterung, dass jüngere Älteste die gute Last des Dienstes übernahmen. Später erfuhr ich, dass dieser Älteste in seiner Gemeinde Schwierigkeiten mit der „Staffelübergabe“ hatte. Dies sollte nicht so sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Appell an die Ältesten</h2>



<p>Liebe Älteste, bitte prüft, ob eure Gefühle und Gedanken dem Herrn wohlgefällig sind. Nicht wir Ältesten sind in der Gemeinde wichtig, sondern das Werk Christi, das auch ohne uns weiterleben soll. Macht euch daher mehr Gedanken über Jüngerschaft und wie diese in der Gemeinde gelebt und praktiziert werden kann. Jeder Älteste sollte andere Ältesten heranziehen, das heißt, sie zur Übernahme der Verantwortung in der Gemeinde führen. Möge Gott euch Weisheit und die richtige Einstellung dazu geben.</p>



<p>Amen.</p>



<p><em>Über den Autor:</em><br>Nikolai Ediger, geboren am 2. Oktober 1951 in Kasachstan, absolvierte eine Ausbildung zum Baumaschineningenieur. Mit 39 Jahren bekehrte er sich und ist seither über 30 Jahre im Glauben unterwegs. Seit 1998 diente er als Ältester und in der Gemeindegründungsarbeit. Er ist verheiratet mit Swetlana Ediger, mit der er fünf Kinder und 15 Enkelkinder hat. Seit 2019 befindet er sich im Ruhestand, engagiert sich jedoch weiterhin ehrenamtlich im Dienst für den Herrn. Sein geistliches Zuhause ist derzeit die Christen-Gemeinde Mayen, die erste Gemeinde, die er 1998 mitgründete und in der er als Ältester eingesetzt wurde.</p>
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		<title>Gemeindegründung in Eschwege</title>
		<link>https://kfg.org/2023/gemeindegruendung-in-eschwege/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Abraham Braun]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Oct 2023 18:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gründung]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde-Gründung, -Bau und -Wachstum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jede fruchtbare Gemeindegründung beginnt mit Gebet. So auch in Eschwege, wo treue Geschwister teils jahrzehnte lang für die Entstehung bibeltreuer Gemeinden bete(te)n. Heute darf erste Frucht sichtbar werden. Die junge Gemeinde nimmt zu an geretteten Menschen, Strukturen und geistlicher Tiefe.</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Alles begann mit Gebet</h2>



<p>Eschwege ist eine Kreisstadt (ESW) mit ca. 20.000 Einwohnern im Nordosten von Hessen. Natürlich gibt es dort bereits Christen und auch einzelne freikirchliche Gemeinden, in denen aber leider manche bedenklichen Entwicklungen zu beobachten sind.</p>



<p>Vor ca. 25 Jahre wohnte eine alte Schwester in Eschwege. Sonntags besuchte sie eine Gemeinde im 45 km entfernten Bad Hersfeld. Dort betete sie immer wieder für die Entstehung einer (möglichst) bibeltreuen Gemeinde in Eschwege. Meine Frau und ich speicherten dieses Anliegen in unseren Herzen. Denn Gott ist ein Hörer des Gebets!</p>



<p>Im Januar 2022 hatten Wilfried und Sylvia Plock ein Ehepaar zu Besuch. Die Frau erzählte, dass ihre leibliche Schwester in der Nähe von Eschwege wohne und ihre Mädchen freitags oft bis ins 100 km entfernte Fulda zu verschiedenen Kinder- und Jugendgruppen brächte. Plocks dachten, sie hätten sich verhört. Sie erbaten die Telefonnummer der Schwester und verabredeten einen Besuchstermin.</p>



<p>Im März fuhren wir (Brauns) zusammen mit Wilfried nach Oetmannshausen bei Eschwege. Im Wohnzimmer von Familie Wins hatte sich an diesem Tag schon eine kleine Gruppe von Geschwistern versammelt. Wir tauschten aus, beteten und verabredeten einen wöchentlichen Bibelkreis – mit dem Ziel einer Gemeindegründung in Eschwege.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Herr tut hinzu</h2>



<p>Innerhalb der nächsten Monate tauchten immer wieder neue Besucher auf – manche waren bereits gläubig, andere befanden sich noch auf der Suche. Die missionarischen Straßeneinsätze waren besonders von unserem Herrn gesegnet. Einmal bekehrte sich ein junger Familienvater. Er hatte in eine russland-deutsche Familie eingeheiratet und war schon vorbereitet. Inzwischen kommen auch seine Frau und seine Schwiegermutter. Ein anderes Mal luden die Straßenmissionare fünf Leute zum Gottesdienst ein – und alle Fünf saßen am folgenden Tag da!</p>



<p>Ein junger Katholik bekehrte sich, weil er im Rahmen einer Hilfsaktion mit in die Christliche Gemeinde Bad Hersfeld gekommen war. Dort gab ihm einer der Brüder Zeugnis, zeigte ihm anhand der Schrift den Weg der Rettung auf und betete schließlich mit ihm. Die Bekehrung stellte sich im Nachhinein als echt heraus. Der junge Mann startete ziemlich schnell durch. Über ihn lernten wir seine Eltern kennen, die wiederum ihr Haus für einen zehnwöchigen Vertikal-Kurs (CLV) öffneten. Wilfried leitete die Abende und wurde meistens von zwei Brüdern begleitet, die ihn unterstützen wollten. Zu den Kurs-Abenden erschienen insgesamt mehr als 20 verschiedene Personen. Einige kamen sehr regelmäßig und besuchen zurzeit immer noch die weiterführenden Veranstaltungen, z.B. den Bibelkreis für die Gläubigen.</p>



<p>Gemeindegründung ist immer ein Ringen um jeden einzelnen Menschen. Die Freude ist jedoch sehr groß, wenn wieder eine Seele hinzugetan wird. Dann spielen sozusagen die Engel im Himmel Gitarre und man wird an ihrer Freude beteiligt (Luk 15,7.10).</p>



<p>Wir wollten aber auch die Junggläubigen weiterführen und begannen schon zuvor mit „Training-im-Christentum“-Kursen (TiC). Wir lernten Christen kennen, die teils ohne Gemeinde und teils auch in ihrer bisherigen Gemeinde unglücklich waren. Der Herr schenkte uns großartige Führungen. Ständig tauchten neue Leute auf.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die ersten Räume</h2>



<p>Am Rande der Innenstadt stand ein Ladenlokal frei, das zuletzt als Second-Hand-Shop genutzt worden war. Uns gefiel die Lage direkt an einer Werra-Brücke sehr gut. Wir kamen ziemlich schnell überein, das Objekt zu mieten. Einige unserer Männer realisierten einige Umbauarbeiten, während die Schwestern ihre gestalterischen Talente einbrachten.</p>



<p>Seit Ende 2022 nutzen wir die Räumlichkeiten für Bibelstunden und auch als „Missionarische Teestube“. Sie erhielten den Namen „Die Brücke“. Gott schlug in Christus die Brücke zu uns Menschen. Wir als Gemeinde wollen ebenfalls Brückenbauer zu den Verlorenen sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Leitungskreis und erste Gottesdienste</h2>



<p>Ein Leitungskreis – bestehend aus sieben Brüdern – wurde installiert. Dort arbeiteten wir zuerst an einem Glaubensbekenntnis und dann auch an einer Gemeindeordnung. Im Glaubensbekenntnis haben wir auf wenigen Seiten festgehalten, wie wir die Hauptlehren der Bibel verstehen. Die Gemeindeordnung regelt praktische Fragen: Wie wird man Gemeindeglied unserer Ortsgemeinde, mit wem arbeiten wir zusammen etc. Wir leben im Alltag mit der Bibel. Dennoch finden wir es hilfreich, solche Papiere zu haben, die selbstverständlich der Schrift untergeordnet sind.</p>



<p>An Ostern 2023 fand der erste Gottesdienst mit anschließenden gemeinsamen Mittagessen statt. Ca. 45 Personen nahmen teil; es war ein froher Tag. Seither findet an jedem ersten Sonntag im Monat ein solcher Gottesdienst statt. Inzwischen hatten wir die erste Taufe – ebenfalls ein Highlight einer Gemeindegründungsarbeit. Ein junges Ehepaar und eine weitere Schwester wurden im Eschweger Werratalsee getauft.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Johannesevangelium und missionarisches Musical</h2>



<p>Nachdem der Vertikalkurs abgeschlossen war, fuhren wir mit einem Bibelkreis fort, in dem fortlaufend das Johannesevangelium behandelt wird. Abend für Abend lernen ca. ein Dutzend Teilnehmer Stück um Stück die Bibel kennen. Wir beten, dass der Herr diejenigen zu sich zieht, die ihn noch suchen.</p>



<p>Vom 09.-13. August fand das jährliche „Open Flair Festival“ statt, eine Mischung aus Musik und Kleinkunst, an dem ca. 20.000 Leute teilnahmen. Mit unserer kleinen Kraft konnten wir dennoch Schriften weitergeben, zum Kaffee einladen und ungezählte missionarische Gespräche führen.</p>



<p>Am 28. Oktober 2023 ist ein missionarisches Adonia-Musical geplant, das wir zusammen mit einer anderen Gemeinde in der Stadthalle durchführen wollen. Wir wollen natürlich viele Menschen einladen und mit der guten Botschaft in Berührung bringen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kommt herüber … und helft uns!</h2>



<p>Wir als junge Gemeindegründungsarbeit sind dankbar für das „Gemeinde-Netzwerk Fulda-Werra“. In den letzten zehn Jahren sind in Bad Hersfeld, Melsungen, Heilbad Heiligenstadt (THÜ) und nun auch in Eschwege neue Gemeinden entstanden. In unserem Netzwerk helfen die älteren Arbeiter den jüngeren. Wir beten füreinander und helfen ganz praktisch, z.B. auch durch Predigtdienste. Das schätzen wir sehr.</p>



<p>Darüber hinaus braucht jede Gemeinde motivierte Mitarbeiter – Gründungsarbeiten jedoch ganz besonders. Wir sind unserem Gott sehr dankbar, dass zwei Familien (eine von Hünfeld und eine von Bad Hersfeld) mit ihren Kindern sowie zwei junge Schwestern bereit sind, nach Eschwege umzuziehen.</p>



<p>Wer ist bereit, für die Gemeindegründung in dieser hessischen Stadt zu beten oder sogar bewusst dorthin zu wechseln, um beim Aufbau zu helfen?</p>



<p><em>Kontakt: &#97;br&#97;&#104;&#97;&#109;&#98;&#114;&#97;&#117;&#110;&#64;&#103;&#109;&#120;&#46;d&#101;</em></p>
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		<title>40 Jahre KfG &#8211; Die Anfangsjahre der KfG</title>
		<link>https://kfg.org/2023/40-jahre-kfg-die-anfangsjahre-der-kfg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Siegfried Kebbedies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Oct 2023 21:55:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Anfänge der KfG liegen in den achtziger Jahren. Im April 1983 trafen sich unter der Leitung von Bruder Eckehard Strickert einige Brüder und Schwestern aus verschiedenen Gemeinden zu einer...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Anfänge der KfG liegen in den achtziger Jahren. Im April 1983 trafen sich unter der Leitung von Bruder Eckehard Strickert einige Brüder und Schwestern aus verschiedenen Gemeinden zu einer Sitzung in Siegen. Laut Protokoll der Sitzung waren es 16 Brüder und zwei Schwestern aus Deutschland und aus dem Ausland. Alle waren Mitarbeiter aus acht verschiedenen Missionsgesellschaften (Inlandmission, Deutsche Gemeinde-Mission, Deutsche Inland Mission, Greater Europe Mission u.a.). Diese Brüder und Schwestern verband das Anliegen, eine Alternative zu mancherlei unguten Entwicklungen in einzelnen Gemeinden und Gemeindeverbänden zu bieten. Dieser Zusammenschluss bezeichnete sich zunächst als TMG – Tagung für Missionare im Gemeindebau. Ziel und Zweck dieser Tagung sollte zum einen eine Vernetzung und die Möglichkeit zu einem Austausch zwischen den im Gemeindebau tätigen Missionaren sein und zum anderen sollten sie Unterstützung durch Konferenzen und Seminare erhalten.</p>



<p>Und so fand noch im selben Jahr in Burbach-Holzhausen die erste „Konferenz für Missionare im Gemeindebau“ mit 28 Teilnehmern zum Thema „Praktische Schritte zur Gemeindegründung“ statt. Bruder Ed Rommen, Dozent am Predigerseminar Ewersbach, referierte. Gleich im Anschluss an die Konferenz setzten sich die verantwortlichen Brüder zu einer Besprechung u.a. mit folgenden Ergebnissen zusammen: Der Name TMG wurde in KMG geändert, „Konferenz für Missionare im Gemeindebau“; Zielgruppe: Haupt- und nebenberufliche Missionare; Bildung eines Ausschusses, der mit der Vorbereitung der nächsten Konferenz betraut war (V. Buhlmann, M. Eremic, E. G. Maier, R. D. Peugh, E. Strickert, der überhaupt der Initiator der KMG war, und R. Tetzlaff).</p>



<p>Noch bevor die zweite Konferenz stattfand, erhielt ich Anfang 1984 einen Anruf von Eckehard Strickert, der mir zu diesem Zeitpunkt noch unbekannt war. Ich selbst war seit dem Abschluss meiner theologischen Ausbildung an einer Bibelschule in der Gemeindegründungsarbeit tätig. Eckehard erklärte mir das Anliegen der KMG, erläuterte mir das Ziel und lud mich zur nächsten Konferenz und auch zur Mitarbeit ein.</p>



<p>Auf diese Konferenz war ich sehr gespannt, erst recht nachdem ich in der Einladung Folgendes las: <em>„Eines ist klar: Wir brauchen in den nächsten Jahren in Deutschland Hunderte neuer Gemeinden. Überall wird das Fragen nach biblischen Gemeinden deutlicher und dringender.“</em></p>



<p>Ich erlebte gleich bei der Ankunft am Konferenzort eine Überraschung. Ich traf einen alten Bekannten aus meiner Zeit bei der Zeltmission. Dieser begrüßte mich mit den Worten: „Das habe ich mir gedacht, dass ich dich hier treffen würde.“ Allerdings vermittelte mir der Unterton, der dabei mitschwang, und die Tatsache, dass er nicht wegen der Konferenz dort war, den Eindruck, dass er selbst nicht so viel von der Arbeit der KMG hielt. Ich hatte ihn auch als einen Mann der Kirche kennengelernt.</p>



<p>Bei der zweiten Konferenz wurden von Richard Haverkamp sechs Referate gehalten. Unter seiner Leitung waren in den letzten 12 Jahren 19 Gemeinden in Belgien gegründet worden. Meine gespannte Erwartung hatte sich nicht als übertrieben herausgestellt. Ich war von dem Gehörten sehr beeindruckt und begeistert und konnte viele praktische Beispiele und Anregungen für meine eigene Arbeit als Mitarbeiter einer Gemeindegründung mitnehmen.</p>



<p>So kam ich 1984 zur KMG, deren Name später noch einmal in KfG geändert wurde. Die offizielle Gründung des Vereins fand am 09. März 1986 in einer Versammlung in Groß-Gerau statt. Die verantwortlichen Brüder, vier aus Deutschland und fünf aus dem Ausland, waren alle in Deutschland als Missionare in der Gemeindegründung tätig.</p>



<p>Die Arbeit der KfG hat nach den Teilnehmerzahlen bei den Konferenzen klein angefangen und ist stetig gewachsen. Waren es auf der ersten Konferenz ca. 30 Teilnehmer, so hatte sich diese Zahl bereits auf der zweiten Konferenz auf 60 verdoppelt. Und so ging es weiter: Die Teilnehmerzahl stieg bis auf über 300. In der Regel sind es nun zwischen 200 und 250 Teilnehmer. Für lange Zeit bereicherte Wolfgang Bühne das Programm mit einem Vortrag am Samstagabend und mit einem Büchertisch. Nach der Wiedervereinigung bzw. ab 2003 fanden jeweils eine Konferenz im Frühjahr und eine im Herbst statt. Für die Durchführung der Konferenz im Frühjahr wird immer ein Ort im Osten unseres Landes gewählt.</p>



<p>Schon im Jahr 1985 wurde ein Mitteilungsblatt herausgegeben. Dieses erschien im Din A5- Format mit dem Titel <em>„Gemeindegründung – Mitteilungen der Konferenz für Gemeindegründung“</em>. Der Inhalt setzt sich zusammen aus Beiträgen zu verschiedenen Themen rund um Glaube, Gemeinde und Theologie, Berichten aus der Praxis und verschiedenes mehr. Die Zeitschrift erscheint vierteljährlich, ist kostenlos und hat eine Auflage von 4250 Stück.</p>



<p>Wir dürfen Gott danken, dass Er die Arbeit der KfG gesegnet hat und dass viele Gemeindegründungsprojekte dadurch wertvolle Hilfe bekommen haben. Diese Unterstützung umfasst die jährlichen Konferenzen sowie Seminare, Austausch und Gebet.</p>



<p>Die KfG hat keine eigenen Gemeinden, wir wollen kein neuer Bund sein. Wir wollen selbständige biblische Gemeinden unterstützen.</p>
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		<item>
		<title>40 Jahre KfG &#8211; Wie ich von der KfG profitiert habe</title>
		<link>https://kfg.org/2023/40-jahre-kfg-wie-ich-von-der-kfg-profitiert-habe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rainer Gunzenhäuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Oct 2023 21:40:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erste Berührungspunkte mit der KfG Zum ersten Mal habe ich im März 1987 von der KfG gehört, als mir mein Bruder Hans Wälzlein von einem gewissen Ernst G. Maier aus...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Erste Berührungspunkte mit der KfG</h2>



<p>Zum ersten Mal habe ich im März 1987 von der KfG gehört, als mir mein Bruder Hans Wälzlein von einem gewissen Ernst G. Maier aus Pfullingen erzählt hat, der mit Hilfe eines „Teamschulungskonzepts für Gemeindegründung“ Brüder für die Gründung einer Tochtergemeinde geschult und vorbereitet haben soll.</p>



<p>Hans gab mir eine Kopie des Konzepts und ein KfG-Heft, in dem 1988 ein einwöchiges „Seminar für Gemeindegründung“ angeboten wurde. Wir hatten zu dem Zeitpunkt einen „überkonventionellen“ großen Hauskreis mit ca. 25 Geschwistern, die in ihren Heimatkirchen und Gemeinschaften kaum geistliche Nahrung fanden. Wir studierten die Bibel in kindlichem Glauben und wandten an, was wir gelesen hatten. Gottes Geist wirkte unter uns durch sein Lebenswasser. Irgendwie aber merkten wir, dass ein lebendiger Hauskreis keine Gemeinde war. Was aber war der Unterschied? Gibt es überhaupt einen?</p>



<p>„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Ja, das war bei uns so. Ist das dann Gemeinde? Wir kannten nur die klassischen Kirchen, bzw. Freikirchen. Dabei sahen wir dort eklatante Fehlentwicklungen, weg von Gottes Wort.</p>



<p>Im Juni 1988 meldeten meine Frau und ich uns zu einem einwöchigen Seminar für Gemeindegründung in Pfullingen an. Dort lernte ich dann Ernst Maier, Dale Sigafoos und vor allem Roger Peugh näher kennen. Das war eine „Offenbarung“, wie uns das Wort Gottes ausgelegt wurde. In Vollmacht, tiefgründig und uns das Muster einer Gemeinde, nach dem Plan Gottes vor Augen gestellt. Ganz anders als wir das von den Kirchen und sonstigen Kreisen (CVJM, Süddeutsche Vereinigung und dergleichen) kannten.</p>



<p>Wir wollten diese Erfahrung dann unbedingt auch unseren HK-Teilnehmern mitteilen. Noch im Juli luden wir E. Maier zu einen spontanen Hauskreis-Wochenende über das Thema „Kinder- oder Glaubenstaufe im Neuen Testament?“ ein. Das Ergebnis war, dass sich die Mehrzahl der Teilnehmer an Ort und Stelle taufen lassen wollten.</p>



<p>Im September 1988 stand unser obligatorisches Hauskreis-Wochenende an. Eckehard Strickert, ein Mitstreiter von Ernst G. Maier, bot sich an, uns an diesen Tagen über das Thema „Wahre Jüngerschaft“ zu unterweisen. Das war eine große Ermutigung. Wir staunten nicht schlecht, als wir erfuhren, was denn ein „wahrer Jünger“ ist, und dass Gott seine Gemeinde nur mit „wahren“ Jüngern bauen kann. Zurück zu den Quellen hieß das Motto. Das hatten wir seither noch nirgends gehört.</p>



<p>Im Oktober 1994 war ich das erste Mal auf einer Konferenz in Burbach-Holzhausen, die in einem KfG-Heft ausführlich beworben worden war. Benedikt Peters referierte zum Thema „Leiterschaft in der Gemeinde Gottes“. Seine Vorträge fanden später in seinem Buch „Weder Diktatur noch Demokratie / Führung und Unterordnung im Volk Gottes“ ihren Niederschlag.</p>



<p>Die KfG-Hefte waren das Kommunikations-Organ der „Bewegung“. Alle für eine Gemeindegründung relevanten Themen wurden behandelt bzw. bekanntgemacht und Seminare angeboten wie z. B: über Hauskreis-Leitung, Gemeindegründung, Schriftauslegung (meist in Pfullingen), Durchführung von Kinderstunden, oder über evangelistische Möglichkeiten. Dazu kamen Themen wie das biblische Taufverständnis (Kinder- oder Glaubenstaufe), Engel in der Bibel, Sechs-Tage-Schöpfung oder Evolution und dergleichen. Außerdem wurden falsche Strömungen, die in die Gemeinde eindringen können, benannt sowie Mitteilungen anderer Gemeinden abgedruckt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="768" height="520" src="https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/07/maier.jpg" alt="" class="wp-image-18058" srcset="https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/07/maier.jpg 768w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/07/maier-300x203.jpg 300w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/07/maier-500x339.jpg 500w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/07/maier-700x474.jpg 700w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ernst G. Maier mit Ehefrau Ilse (1990)</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Was war das Besondere an Ernst Maier und Eckehard Strickert?</h2>



<p>Was ich an Ernst Maier besonders schätzen gelernt habe, war seine klare geistliche Ausrichtung. Man konnte ihn zu allen Glaubens-, Gemeinde-, aber auch zu Lebensfragen kontaktieren und erhielt dann weise, mit der Schrift begründete Antworten. Als Ernst nach seinem Theologie-Studium mit seiner Frau Ilse von den USA zurückgekommen war, erwarben sie in Pfullingen ein altes Haus und bauten es mit Hilfe einiger Geschwister so um, dass neben einer Privatwohnung eine Gemeindeversammlung mit entsprechenden Nebenräumen darin Platz fand.</p>



<p>Ernst war ein Pionier, der es verstand, in relativ kurzer Zeit mit einer Gemeindegründung im eigenen Haus zu beginnen. Dabei suchte er von Beginn an nach willigen, fähigen Brüdern, die bereit waren, sich schulen, unterweisen und in den Dienst rufen zu lassen. Ernst und seine Frau Ilse hatten stets ein offenes Haus. Ständig waren irgendwelche Praktikanten, Missionare – vorwiegend aus den USA – oder Seminarteilnehmer im Haus, die es zu beherbergen bzw. zu versorgen galt. Früh schon richtete er eine Gemeinde-Abend-Bibelschule ein und unterwies die Gemeindeglieder im „ganzen Ratschluss Gottes“. Er hatte eine erstaunliche Weitsicht und schuf aus den Lehrgrundlagen der Gemeinde-Abend-Bibelschule ein kleines „Kompendium“ von Bibel-Studien-Heften zu allen wichtigen Themen, „damit die Heiligen zugerüstet würden zum Werk des Dienstes“ (Eph 4,11-16).</p>



<p>Über den „Biblischen Missionsdienst e.V.“ (www.bmdonline.de ) konnte so das Lehrmaterial im Laufe der Zeit den Inhalt einer „kompletten Bibelschule“ in kompakter Form, kurz und knackig – und doch tiefgründig – bereitgestellt werden. Dazu diente eine gemeindeinterne professionelle „Hochleistungs-Druckerei“ in der viele Gemeindeglieder ehrenamtlich mithalfen, neben den KfG-Heften auch die Bibel-Studien-Hefte so kostengünstig wie möglich und in großer Zahl allen interessierten Gläubigen im deutschsprachigen Raum zur Verfügung zu stellen.</p>



<p>Ich selber profitiere bis heute stark davon und habe alle 43 Bibel-Studien-Hefte in einem eigens hergestellten „Karton-Schuber“ griffbereit in meinem Bücherregal stehen. Eine hervorragende Grundlage für Gemeindegründung und -bau bilden die drei Studien-Hefte „Gemeinde nach Gottes Plan“, Teil 1+2 und „Gemeindeleitung nach Gottes Plan“, die ich jedem Gotteskind nur wärmstens empfehlen kann. Durch diese Hefte erkannte ich zum ersten Mal, dass unser Herr Jesus die Grundlinien, das Fundament „seiner“ Gemeinde eindeutig beschrieben hat. Und für den „Hausbau“ auf dem Fundament, die Prinzipien, die das Wesen des Bauwerks festlegen, hat er auch gesorgt.</p>



<p>Daneben erstellte Ernst Maier ein Kinderstundenmaterial, das zur damaligen Zeit einzigartig war. Es umfasste geeignetes Schulungsmaterial für fünf Altersgruppen vom Vorschulalter bis zum Teenager mit altersgerechtem fortschreitendem Erkenntniswachstum bestehend aus Lehrer- und Schüler-Heften. Das verhinderte, dass die Kinder während ihrer Sonntagsschulzeit zum x-ten Mal die bekannten Bibelgeschichten hören mussten und sich langweilten.</p>



<p>Mit Hilfe dieses Materials strukturierten meine Frau und ich mit einem Team in der Gemeinde die seitherige Kinderstunde, bestehend aus zwei Gruppen (klein und groß), in fünf Gruppen um, und erreichten damit am Ende 95 Kinder alters- und erkenntnisgerecht. Das können meine drei Mädels heute noch bestätigen.</p>



<p>Schon kurz nach der e.V.-Gründung im Jahre 1986 wurde unter Ernsts Federführung mit acht Brüdern (vorwiegend Pioniere aus der Gemeindegründung) mit der Erstellung des einzigartigen Werkes „Handbuch für Gemeindegründung“ begonnen. Am Ende entstand ein fast 400 Seiten starkes „Standardwerk“, das für eine Gemeindegründung wegweisend war und schon im Vorfeld viele Fehler, die man dabei machen kann, vermeiden half. Inzwischen gibt es beim CMD in Hünfeld ein „Handbuch Gemeindebau“ (Hardcover, 2. Aufl., Din A4, ISBN: 978-3-939833-10-9, Best.-Nr.: 253110, 19,90 Euro). Dieses Buch behandelt ähnliche Themen wie das von Ernst Maier.</p>



<p>Wenn man bedenkt, dass die Maiers neben der Gemeindearbeit in Pfullingen inklusive der Gründung von zwei Tochtergemeinden, die Literatur-Arbeit, die Arbeit der KfG und „nebenbei“ noch drei Söhne großgezogen haben, ist das allein der Gottes Gnade zuzuschreiben. Ernst und seine Frau Ilse waren zielstrebige „Macher“, wie es sie selten gibt. Ernst ließ sich auch nicht einschüchtern, als von „kirchlichen Amtsträgern“ und „Gemeinschaftsleuten“, die ihn scharf beäugten und manch bissige Kommentare abgaben, als er in Vorträgen oder schriftlichen Abfassungen (u. a. im KfG-Heft) auf gravierende Fehlentwicklungen in den Landeskirchen bzw. Gemeinschaften innerhalb des Gnadauer Verbandes bzw. dem Pietismus hinwies und mit der Schrift argumentierte.</p>



<p>Am 04. August 1994 rief der Herr Jesus seinen Knecht Ernst G. Maier mit 54 Jahren nach einem schweren Krebsleiden in die Ewigkeit ab.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="722" height="868" src="https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/07/strickert.jpg" alt="" class="wp-image-18059" srcset="https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/07/strickert.jpg 722w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/07/strickert-250x300.jpg 250w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/07/strickert-500x601.jpg 500w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/07/strickert-700x842.jpg 700w" sizes="(max-width: 722px) 100vw, 722px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eckehard Strickert mit Ehefrau Bärbel (1995)</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Eckehard Strickert</h2>



<p>Eckehard Strickert erlebte ich als einen geradlinigen Bruder, Organisator und Treiber, wenn es um Gemeindegründung ging. Er schrieb bereits 1983 in seinem Rundbrief:</p>



<p><em>„Schon bevor wir mit Freunden die DGM vor 6 Jahren (1976) gründeten, betete ich um solch ein Forum (Konferenz für Gemeindegründung). Die Überlegung war folgende: Die Zeit für Gemeindegründungen auf breiterer Basis ist überreif. Wir brauchen 100-te von biblisch ausgerichteten Gemeinden in unserer Generation. Freikirchliche Initiativen alleine genügen nicht; viele Missionare arbeiten sich an der Front kaputt, ihnen fehlt oft das geistliche Hinterland; amerikanische Mis­sionswerke haben es schwer, sich in die deutschen Gegebenheiten zu integrieren; Bibelschulen haben Schüler, wie nie zuvor. Die Not ist da, die Missionare sind da, nur wer stellt sie an die Arbeit? Sie müssen motiviert und dann unterstützt werden. Konzepte von Freikirchen und Missionswerken müssen entwickelt werden, um gemeindegründende Arbeiten voran zu treiben“.</em></p>



<p>Deshalb gründete er 1977 die Deutsche-Gemeinde-Mission (DGM). Sie war in der Lage, Praktikanten und Missionare in den Dienst zu stellen und sie zu begleiten. Eckehard hatte viele Kontakte zu verschiedenen Missionswerken und Bibelschulen. Dabei war ihm wichtig, dass die Brüder ein fundiertes Schriftverständnis hatten und keine falschen Lehren, wie z.B. die damals stark aufkommende Charismatische Bewegung mit ihren meist negativen Begleiterscheinungen, in die Arbeit hineintrugen.</p>



<p>Mit Ernst Maier fand Eckehard einen exzellenten Bibellehrer und damit die ideale Ergänzung zu ihm. Die beiden waren in ihrer Schaffenskraft ähnlich strukturiert – nur eben auf unterschiedlichen Gebieten.</p>



<p>Hatten die beiden die Notwendigkeit Gemeindegründung und -bau voranzubringen, erkannt, wurde das Ziel eisern verfolgt. Wie z.B. die Gründung einer „Arbeitsgemeinschaft für bibeltreue Gemeinden“ (AfbG https://afbg-forum.de/), die dann „endlich“ mit sechsjähriger Verspätung am 03.04.1993 gegründet werden konnte und heute noch besteht.</p>



<p>Eckehard war in seiner Person als 1.Vorsitzender das Zugpferd in der KfG. Wenn er von einer Sache überzeugt und mit Ernst einig war, setzte er alles daran, um sie durchzusetzen. Sein „bestimmender“ Führungsstil führte unter einigen jüngeren Brüdern zum Konflikt, der so weit ging, dass es die KfG 1992 fast „zerrissen“ hätte. Am Ende verließen einige junge Brüder die KfG. Unser Herr griff ein und bewahrte das kleine Schifflein vor Schaden.</p>



<p>Am 10.09.1996, gut zwei Jahre nach Ernsts Heimgang, rief unser Herr Jesus auch Eckehard Strickert mit 56 Jahren nach einem längeren Krebsleiden in die himmlische Heimat nach „Hause“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie mir die KfG ganz konkret zum Segen wurde</h2>



<p>Für meine Frau und mich waren die jährlichen Herbst-Konferenzen ein Highlight. Die Begegnung von Christen aus verschiedenen meist „bibeltreuen“ Gemeinden aus ganz Deutschland die wussten, was sie wollten, war ermutigend.</p>



<p>Dazu die Missionsstände mit guter hilfreicher Literatur. Und die „Workshops“ (später Seminare genannt) mit vielen Spezialthemen rund um die Gemeindegründung und Gemeindebau.</p>



<p>Die wegweisenden Konferenz-Vorträge zu Themen wie Gemeindegründung, Jüngerschaft, Evangelisation, Ältestenschaft usw. waren so wertvoll, dass wir jedes Mal voller Freude und Tatendrang nach Hause fuhren. Die KfG-Hefte wurden uns zu einer Quelle von guten hilfreichen Artikeln. Der Artikel in Heft-Nr. 125 von Ralph Shallis: „Die Meisteridee Jesu Christi: Die Zelle“ (aus dem Buch „Lebendige Zellen“) im KfG-Heft hat mich sehr motiviert.</p>



<p>Die vielen Berichte über Gemeindegründungen (auf der Konferenz oder in der KfG-Zeitschrift) belegten, dass unser Herr Jesus auf Grundlage seines Wortes immer noch Gelingen dazu schenkt. Auch wenn das Pflänzchen am Anfang noch klein und zart ist, kann es unser Herr zu einem großen Baum heranreifen lassen – überall, wo der Herr in unserem Land Gemeinde baut, die sich nicht den modernen Zeitströmungen angeschlossen haben und sich treu an Jesus und sein Wort halten, erfreut es unser Herz.</p>



<p>Unser Herr hat uns aber auch verheißen, dass es ständig Kämpfe um den biblischen Kurs geben wird. Meine Frau und ich haben während unserer 46 Glaubensjahre in drei bibeltreuen Gemeinden über viele Jahre hinweg verbindlich mitgearbeitet, und in jeder Gemeinde schmerzvolle Erfahrungen sammeln müssen. Durch die KfG haben wir immer wieder Ermutigung und Korrektur erfahren, dennoch nicht aufzugeben und treu den Dienst zu tun.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Prägende Konferenzen</h2>



<p>Da war zum Beispiel unsere Tagung 1995 in Burbach-Holzhausen mit Fred Colvin, einem begnadeten Pionier aus dem Salzburger Land. Er referierte über „Persönliche Evangelisation“ anhand einer Geschichte über ein Murmeltier und in zwei Einheiten über die Notwendigkeit und den rechten Gebrauch von Gemeinde-Disziplin (-Zucht) in einer bestehenden Gemeinde. Das waren Highlights, die ich mein Leben lang nicht vergessen werde.</p>



<p>Auch die Konferenz 1997 in Rehe mit Daniel Herrmann war sehr gesegnet. Er hat uns Gottes Herzensanliegen aufgezeigt und uns auch an seinen Niederlagen und Kämpfen teilhaben lassen. Daniel Herrmann hatte eine seelsorgerlich-evangelistische Art. Durch seinen reichen Schatz an Erfahrungen und wie Gott ihm geholfen hat, Gemeinden zu gründen, spornte er uns zur Nachahmung an. Die Brüder Colvin und Herrmann lernten wir zum ersten Mal auf den Konferenzen kennen. Wir durften viel von ihnen profitieren.</p>



<p>In der jüngeren Zeit war mir Klaus Güntzschel mit seinen väterlichen Ratschlägen (KfG-Ost 2022 / West 2022) sehr wertvoll. Er sprach über die „Basics“, die vorhanden sein sollten, bevor man mit einer Gemeindegründung startet.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="739" height="1024" src="https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/colvin-739x1024.jpg" alt="" class="wp-image-18195" srcset="https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/colvin-739x1024.jpg 739w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/colvin-217x300.jpg 217w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/colvin-500x693.jpg 500w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/colvin-700x970.jpg 700w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/colvin.jpg 768w" sizes="(max-width: 739px) 100vw, 739px" /><figcaption class="wp-element-caption">Fred Colvin in Burbach-Holzhausen (1995)</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Welchen Auftrag hat die KfG heute?</h2>



<p>Die Ausrichtung und damit die „Schlagkraft“ von damals hat sich verändert. In den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts war eine spürbare „Aufbruchstimmung“ zu verzeichnen. Kleinere Erweckungen im Land waren keine Seltenheit. Durch Missionswerke wie z.B. das Janz-Team, Wort des Lebens, die Bruderhand, die Navigatoren, und den vielen Zeltevangelisationen auf der Wiese riefen viele Verkündiger zur Buße und Umkehr auf, was in manchen Regionen einige Bekehrungen zur Folge hatte.</p>



<p>In diese Zeit hinein, brach das „Hauskreis-Fieber“ aus. Selbst in den Landeskirchen hat man damit geworben, in einem Hauskreis für am Glauben interessierte Kirchgänger in geselliger Runde über Fragen des Glaubens zu „diskutieren“. Unzufriedene, enttäuschte Gotteskinder aus etablierten Kirchen bzw. Gemeinschaften wollten aber mehr, als nur einen Hauskreis, der eine Gemeinde nicht ersetzten konnte.</p>



<p>Da kam die Frage nach Gemeindegründung auf. Und wenn ja, darf man das denn? Ganz ohne einen „ordinierten“ Theologen und ohne den „Segen“ der Kirche? Was sagt die Schrift dazu? Wie war es am Anfang? Vom „Hauskreis zur Gemeinde“ war das Schlagwort. Aber wie soll das gehen? Die Zeit war reif für die KfG. Und mit Ernst und Eckehard waren die richtigen Männer am richtigen Ort, um das zu erkennen und umzusetzen. Nach 1986 waren es noch acht bzw. zehn Lebensjahre, die ihnen der Herr gegeben hat, um zusammen mit engagierten Brüdern die Arbeit zielstrebig aufzubauen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/herrmann-buehne-1024x577.jpg" alt="" class="wp-image-18196" srcset="https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/herrmann-buehne-1024x577.jpg 1024w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/herrmann-buehne-300x169.jpg 300w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/herrmann-buehne-768x433.jpg 768w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/herrmann-buehne-500x282.jpg 500w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/herrmann-buehne-700x395.jpg 700w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/herrmann-buehne.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">in Rehe Daniel Herrmann mit Wolfgang Bühne (1997)</figcaption></figure>



<p>1995 hat Wilfried Plock das Ruder „notgedrungen“ übernommen. Es war unmöglich, die beiden Urgesteine in einer Person zu ersetzen. Aber der Herr ließ es gelingen, wenn auch auf kleinerer Flamme. Unser Herr Jesus befähigte Wilfried nun über 27 Jahre die KfG in seiner ruhigen vorausschauenden Art, flankiert von einigen treuen Gemeindegründungsgefährten unter den Mitgliedern, auf klarem Kurs zu halten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="808" src="https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/plock-1024x808.jpg" alt="" class="wp-image-18197" srcset="https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/plock-1024x808.jpg 1024w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/plock-300x237.jpg 300w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/plock-768x606.jpg 768w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/plock-500x395.jpg 500w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/plock-700x553.jpg 700w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/plock.jpg 1168w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wilfried Plock mit Ehefrau Sylvia (1997)</figcaption></figure>



<p>Heute ist die Aufbruchstimmung von damals verflogen. Internet und Smartphone haben längst Einzug gehalten und bestimmen auch die Gläubigen. Man kann sich nach Corona auch ohne Gemeindebesuch geistlich „über Wasser“ halten. Pionier-Missionare wie Richard Haverkamp, Fred Colvin, Walter u. Armin Mauerhofer, Daniel Herrmann oder auch Bibelschüler, die sich in die Gemeindegründung investierten, scheinen auszusterben – oder wir sehen sie nicht. Die Zeiten haben sich geändert.</p>



<p>Und wo stehen wir 2023? Unsere Ausrichtung hat sich aus meiner Sicht über die Jahre auch verändert. Wenn man z.B. die KfG-Hefte in der Zeit der Gründerväter studiert, stellt man fest, dass damals vielmehr Dynamik vorhanden war. Es kamen verschiedene Werkzeuge zum Einsatz. Neben der jährlichen KfG-Konferenz, wurden ganzjährig Gemeindegründungs-Seminare, Hauskreisleiter-Seminare, Schriftauslegung-Seminare sowie Kinderstunden-Schulungen angeboten und geeignete Literatur erstellt, die alle Bereiche einer Gemeindearbeit betreffen und reichlich zum Einsatz kamen. Dazu wurden Praktikanten oder Bibelschüler vermittelt, oder über die DGM angestellt und eingesetzt.</p>



<p>Man kann die Zeit nicht zurückdrehen, wir wollen auch keinen „Ahnenkult“ betreiben, aber man kann die damaligen Prinzipien studieren, die dahintersteckten und überlegen, wie wir die Werkzeuge, die uns Gott heute zu Verfügung stellt, sinnvoll verknüpfen und zur Anwendung bringen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die KfG wird weiterhin gebraucht</h2>



<p>Die KfG ist nach wie vor einzigartig in ihrer Ausrichtung und Wirksamkeit. Vom „Hauskreis zur Gemeinde“ oder „Von der Mutter- zur Tochtergemeinde“ nach biblischem Muster – das alles ist möglich, frei weg, ohne lästige „Kirchen“ oder freikirchliche „Bundstrukturen“ und deren Beeinflussung von immer weiter um sich greifender liberaler sowie zeitgeistorientierter Theologie und Praxis. Immer wieder zurück, zur vom Heiligen Geist inspirierten Schrift, der Quelle des Lebens und des Gemeindebaus – im Aufblick zu Jesus, dem Erfinder, Gründer, Baumeister und Erhalter der Gemeinde, seinem Leib, Tempel und Wohnort.</p>



<p>Ich wünsche der KfG, dass sie auch weiterhin ein von Gottes Geist inspiriertes, brauchbares Werkzeug in der Hand Gottes bleibt, um noch viele Kinder Gottes zu motivieren, sich in Gottes Gemeindebaupläne nach der Schrift, gemäß dem Wort unseres Herrn Jesus <em>„Ich werde meine Gemeinde bauen“</em>, einzufügen und dadurch noch viele neue Gemeinden gegründet werden können. Außerdem Gelassenheit, dass sich unser Herr geeignete, hingegebene Brüder erwählt, die den Generationswechsel, der in der KfG-Leitung ansteht, nach und nach vollzieht und das Schiff auch in stürmischen Zeiten auf Kurs halten kann.</p>



<p>Ich kenne kein Glaubenswerk, das diesen Kurs so konsequent über Jahrzehnte hinweg verfolgt hat – 40 Jahre lang! Unserem HERRN JESUS gebührt alle Ehre und aller Dank!</p>
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		<title>40 Jahre KfG &#8211; Wie die KfG mein Leben verändert hat</title>
		<link>https://kfg.org/2023/40-jahre-kfg-wie-die-kfg-mein-leben-veraendert-hat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Plock]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Oct 2023 21:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In dieser Ausgabe blicken wir auf 40 Jahre KfG-Arbeit zurück. Im Gründungsjahr 1983 war ich noch bei der Liebenzeller Mission und meine Frau Lehrerin in ihrer Kärntner Heimat. Doch dann...</p>
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<p>In dieser Ausgabe blicken wir auf 40 Jahre KfG-Arbeit zurück. Im Gründungsjahr 1983 war ich noch bei der Liebenzeller Mission und meine Frau Lehrerin in ihrer Kärntner Heimat. Doch dann bekamen wir 1988 die KfG-Zeitschrift Nr. 14 in die Hände. Wir ahnten nicht, dass sich dadurch unser ganzes Leben verändern sollte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eckehard Strickert und Ernst G. Maier</h2>



<p>Anfangs der 1980er Jahre hatten sie sich in der Wohnung des amerikanischen Kindermissionars Dale Sigafoos in der Hafenstr. 17 in Mainz kennengelernt – Eckehard, der Norddeutsche, und Ernst, der Urschwabe. Sie waren sehr verschieden. Eckehard war mehr ein praktischer Pionier, Ernst hingegen ein Lehrer durch und durch.</p>



<p>Beide hatten zunächst Bibelschulen besucht. Eckehard das Bibelseminar Wuppertal, Ernst die Bibelschule Beatenberg. Doch das reichte Ernst nicht. Er ging in die USA, studierte am Grace Seminary in Winona Lake, Indiana, und schloss mit einem lic. theol. ab.</p>



<p>Der eine hatte – nach verschiedenen Pastorendiensten – bereits zwei Gründungsarbeiten in Kaufbeuren und Groß-Gerau hinter sich, bzw. war noch dabei; während der andere aus den Staaten zurückgekommen war und in Reutlingen / Württemberg eine Gemeinde gründen wollte. Weil Familie Maier mit ihren drei Jungs in Reutlingen keine geeignete Wohnung fand, starteten sie im benachbarten Pfullingen. Dort entstand eine biblisch ausgerichtete Gemeinde, die später mehrere Tochtergemeinden ablegen sollte.</p>



<p>Als ich die Zeitschrift „<em>Gemeindegründung</em>“, Heft 14 (damals noch im Din A5-Format), in die Hände bekam, waren meine Frau und ich vom Inhalt sofort angesprochen. Der Inhalt der Zeitschrift war ein Volltreffer. Ernst Maier beleuchtete die Grundsätze der Gemeinschaftsbewegung (Gnadauer Verband), zu der wir ja damals gehörten, kritisch. Er zeigte die Inkonsequenz des Slogans „In, mit – aber nicht unter der Kirche“ auf. Wir fanden in dem Heft auch die Telefonnummer von Eckehard Strickert, riefen ihn an und vereinbarten einen Besuchstermin in Groß-Gerau. Am Ostersamstag 1989 lernten wir Eckehard und seine Frau Bärbel kennen. Damals ahnte ich natürlich nicht im Geringsten, dass ich wenige Jahre später die Leitung der KfG von ihm übernehmen sollte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Seminar für Gemeindegründung in Pfullingen</h2>



<p>Meine Frau und ich lebten zu jener Zeit mit unserem einjährigen Sohn in Karlsruhe. Ich war Prediger der Liebenzeller Mission in einer Art Stadtmissionsarbeit mitten in der badischen Hauptstadt. Ich gehörte noch zur Evangelischen Landeskirche und war nicht auf biblische Weise getauft.</p>



<p>In jenem ersten Exemplar der KfG-Zeitschrift wurde auch ein „<em>Seminar für Gemeindegründung</em>“ in Pfullingen inseriert. Es sollte im Juni 1989 stattfinden. Wir reichten Urlaub ein und meldeten uns als Prediger-Ehepaar mit samt unserem Söhnchen an.</p>



<p>Das Seminar mit Ernst Maier benutze unser Herr, um unseren Horizont zu erweitern. Ernst lehrte systematisch Theologie. Alles, was er sagte, hatte Hand und Fuß. Besonders hilfreich waren seine Ausführungen über die so genannte Gemeinschaftsbewegung. Ich war im Pietismus groß geworden. Mein Großvater Heinrich Plock hatte in unserer nordhessischen Heimat 1909 in seinem Haus in Borken-Kleinenglis im Schwalm-Eder-Kreis eine Landeskirchliche Gemeinschaft gegründet. In meinem Elternhaus in Bad Zwesten fand am Sonntagnachmittag um 14 Uhr die „Stund“ statt und am Freitagabend traf sich in unserem Wohnzimmer der EC-Jugendbund.</p>



<p>Und nun entfaltete Ernst Maier eine glasklare neutestamentliche Gemeindelehre, die in unseren Herzen auf vorbereiteten Boden fiel. Schon während meiner Ausbildung in Bad Liebenzell hatte das Gemeinschaftsmodell Risse bekommen. Im Unterricht arbeiteten wir u.a. das Buch „Die Krisis der Gemeinschaftsbewegung“ von Friedrich Heitmüller, Hamburg, durch. Anfang 1985 fuhren wir als Fünftklässler des Liebenzeller Missionsseminars ein Wochenende lang nach Langenthal / Schweiz. Dort hatte Armin Mauerhofer im großen Segen gewirkt, und mit Gottes Hilfe war die damals größte „Freie evangelische Gemeinde“ (FEG) der Schweiz entstanden. Am Sonntag erklärte er uns Seminaristen nach dem Mittagessen in seinem Wohnzimmer den Aufbau der Langenthaler Gemeinde. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wiederum hätte ich damals niemals ahnen können, dass sich einmal eine solch herzliche Verbindung zwischen Armin und mir entwickeln sollte.</p>



<p>Der Same war also bereits gelegt. Nun schlug Ernst in dieselbe Kerbe. Hinzu kamen die guten Gespräche bei den Mahlzeiten und an den Abenden. Wir wohnten im Gemeindehaus; im selben Gebäude lebte auch Familie Maier. Dort fand das Seminar statt. Manchmal kamen noch Gastreferenten. So lernten wir auch Roger Peugh kennen, der damals noch im 40 Kilometer entfernten Stuttgart in einer Gemeindegründungsarbeit diente. Es war einfach eine unglaublich gesegnete Woche. Wir wurden in unserem Entschluss bestätigt, die Gemeinschaftsbewegung zu verlassen und in die Arbeit der Gemeindegründung zu gehen. Wir waren bereit, die sichere Anstellung und Absicherung eines großen Missionswerkes zu verlassen und einen Glaubensweg einzuschlagen. Wohin wussten wir allerdings damals noch nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Komm herüber … und hilf uns!</h2>



<p>Anfang Januar 1990 fuhren wir als junge Familie nach Vals / Südtirol. Die Liebenzeller Mission veranstaltete dort eine Ski-Freizeit, und ich sollte den Teilnehmern die Bibelarbeiten halten. Ich hatte mich gegen diesen Auftrag innerlich gesträubt, weil ich nicht Ski fahren kann und weil ich auch nicht unbedingt in einem ziemlich luxuriösen Hotel wohnen wollte. Aber es half nichts. Am Abend des 1. Januar kamen wir gut in den Dolomiten an.</p>



<p>Die Freizeit begann mit einer Vorstellungsrunde. Besondere Aufmerksamkeit erregte bei mir ein Arzt aus Mannheim. Er sagte wörtlich: „Ich war 37 Jahre lang katholisch – seit drei Jahren bin ich Christ.“ Ich sprach ihn später im Foyer des Hotels an. Er erzählte mir, dass seine Frau und er beide zum Glauben gekommen waren und dass sie gerne in ihrem Haus mit Gemeindegründungsarbeit beginnen würden. Zu diesem Zweck hatten sie sogar schon 15 Stühle erworben, die in ihrem Keller auf ihre Nutzer warteten. Dann erzählte ich ihm, Dr. Wunschik, dass wir in Karlsruhe quasi auf gepackten Koffern saßen. Da staunte er nicht schlecht. Zwei Tage später waren wir auf den Knien und dankten Gott für seine großartige Führung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ernst Maiers Zeitschrift „Perspektive“</h2>



<p>Im September 1990 zogen wir ins Dachgeschoß von Familie Wunschik nach Mannheim und begannen in ihrem Haus mit der Gemeindegründungsarbeit. Ernst Maier druckte damals jeden Monat viele tausend Exemplare einer sehr guten, kleinen, preiswerten evangelistischen Zeitschrift. Der Innenteil war für alle Empfänger gleich, der Mantel des Blattes wurde für jede Gemeinde, die es einsetzte, individuell gestaltet. Wir Mannheimer ließen jeden Monat 5.500 Exemplare drucken. Zum Heften der Zeitschrift fuhr ich nach Pfullingen und stand den ganzen Tag an der Maschine. Zum Mittagessen war ich immer bei Maiers. So konnte ich mit Ernst und Ilse meine unzähligen Fragen besprechen. Ich war jung und hatte kaum Ahnung von Gemeindegründung. Aber der Herr war treu. In den ersten beiden Jahren dufte ich stark von Ernsts Erfahrungen profitieren. Mit einem Kofferraum voll Zeitschriften fuhr ich jedes Mal dankbar nach Hause.</p>



<p>Übrigens, dieses Blatt steckten wir zwei Jahre lang in sämtliche Briefkästen des Stadtteils Mannheim-Käfertal. Die ersten Menschen, die wir erreichen konnten, von denen sich – Gott sei Dank – auch einige bekehrten, kamen alle aufgrund der Perspektiven mit uns in Kontakt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Meine ersten KfG-Konferenzen</h2>



<p>Im Herbst 1990 konnte ich zum ersten Mal bei einer KfG-Konferenz dabei sein. Sie fand damals noch im Blaukreuz-Heim in Burbach-Holzhausen statt. Kjell Nilzon aus Schweden sprach über Seelsorge. Mehr als von den Vorträgen profitierte ich jedoch von den Begegnungen. Ich lernte viele Brüder kennen, die hauptberuflich oder ehrenamtlich in Gemeindegründungs- oder Aufbauarbeiten mitwirkten. Der Austausch an den Tischen, in den Pausen und auf den Zimmern war unbeschreiblich wertvoll. Ich kam von dieser Konferenz (und später von vielen andern) gestärkt, motiviert und mit vielen Anregungen erfüllt in unsere Arbeit zurück.</p>



<p>1991 war Fred Colvin aus Salzburg der Sprecher. Seine Botschaften schlugen bei vielen der 120 Teilnehmer ein wie eine Bombe. Fred spannte den Bogen von der „Persönlichen Evangelisation“ über praktisch gelebte Jüngerschaft bis hin zur Einsetzung von Ältesten. Sein Vortrag über „Niko und das Murmeltier“ wird vielen unvergesslich geblieben sein. Anhand eines Kinderbuches entfaltete er die Prinzipien der Persönlichen Evangelisation. Bei dieser Konferenz war Wolfgang Bühne zum ersten Mal dabei. Er übernahm dann mehr als 30 Jahre lang bei fast jeder Konferenz den Büchertisch und hielt meistens auch einen Abendvortrag.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="561" src="https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/e-strickert-1024x561.jpg" alt="" class="wp-image-18209" srcset="https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/e-strickert-1024x561.jpg 1024w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/e-strickert-300x164.jpg 300w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/e-strickert-768x421.jpg 768w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/e-strickert-1536x842.jpg 1536w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/e-strickert-500x274.jpg 500w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/e-strickert-700x384.jpg 700w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/e-strickert.jpg 1806w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eckehard Strickert, ein Pionier</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Eckehard Strickert</h2>



<p>Der frühere Bundeskanzler Konrad Adenauer soll einmal gesagt haben: „Jeder ist, wie er ist – und andere gibt´s keine.“ Das stimmt. Und so war auch Eckehard Strickert, wie er war. Und Gott gebrauchte ihn. Nach allem, was wir wissen, hatte er zuerst die Idee einer „Konferenz für Gemeindegründung“. Warum er und Ernst, den er für diesen Gedanken gewinnen konnte, an eine „Konferenz“ dachten und nicht an einen Bund, das möchte ich weiter unten erläutern. Eckehard konnte im Umgang manchmal schwierig sein. Aber vielleicht wird man das auch einmal von mir sagen.</p>



<p>Als ich ihn kennenlernte, wirkte er noch in Groß-Gerau (südlich von Frankfurt a.M.). Kurze Zeit später zog er um nach Gernsheim am Rhein. Dort gründete er mit etlichen russland-deutschen Familien eine freie Bibelgemeinde. Nach einiger Zeit verließen Eckehard und Bärbel die Gemeinde und kamen zu uns ins etwa 50 Kilometer südlich gelegene Mannheim. Schon in Gernsheim und erst recht in der Mannheimer Zeit lernten meine Frau und ich Eckehard sehr gut kennen. Er war ein Pionier – mit allen Stärken und Schwächen.</p>



<p>1993 zogen die Strickerts nach Rasdorf im Landkreis Fulda, unmittelbar an der Grenze zu Thüringen gelegen. Eckehard wollte bewusst in der Mitte Deutschlands wohnen, um in alle Richtungen seinen Reisedienst ausüben zu können. Doch dazu sollte es leider nicht kommen. Kaum hatte er ein Wohnhaus und Bürogebäude renoviert, da trat eine schreckliche Krankheit auf. Etwa ein Jahr vor dem Heimgang gründete er im Jahr 1995 noch mit zwei weiteren Ehepaaren die heutige „Bibelgemeinde Nordrhön“ in Hünfeld, die Sonntag für Sonntag von mehr als 200 Personen besucht wird. Dem Herrn sei Dank! Eckehard war nicht solch ein herausragender Lehrer wie Ernst. Dafür diente er mehr als Evangelist und Pionier. Unser Gott gebrauchte ihn zur Gründung etlicher Gemeinden und letztlich auch zur Entstehung der KfG.</p>



<p>An dieser Stelle möchte ich hervorheben, dass die Gründerväter nicht irgendwie technisch über Gemeindegründung dachten. Beide hatten ein Herz für verlorene Menschen. Sie waren davon überzeugt, dass Gott diese Welt so sehr geliebt hat, dass er seinen Sohn an das schreckliche Kreuz dahingab (Joh 3,16). Diese Botschaft galt und gilt es jedem Menschen zu vermitteln. Denn jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden (Apg 2,21).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die KfG als Plattform</h2>



<p>Die Gründerväter trafen sich ab 1983 zu verschiedenen Treffen. Zuerst nannte sich der Kreis „TMG“ (Tagung für Missionare im Gemeindebau), dann zwischenzeitlich „KMG“ (Konferenz für Missionare im Gemeindebau“ und schließlich dann ab 1986 „KfG“ (Konferenz für Gemeindegründung).</p>



<p>Eckehard Strickert, Ernst Maier, Roger Peugh, Rudi Tetzlaff und andere konzipierten die KfG bewusst als „Konferenz“ für Gemeindegründung. Warum? Nun, sie sahen sehr wohl, dass es Vorteile hat, wenn eine Gemeinde zu einem Bund gehört. Vor allem finanzielle. Ich kenne eine junge Gemeinde, die von einem freikirchlichen Gemeindebund sage und schreibe 40.000 Euro Startkapital zur Verfügung gestellt bekam. Manche Gründungsarbeiten wollen durch die Zugehörigkeit zu einem großen, etablierten Gemeindebund von vornherein aus dem Sektenverdacht herauskommen. Schließlich empfinden manche jungen Gemeinden einen Bund sogar als identitätsstiftend. Hier ist leider nicht der Raum, um diese Ansätze von der Schrift her weiter zu beleuchten.</p>



<p>Eckehard Strickert und Ernst Maier hingegen sahen die Nachteile eines Bundes bei Weitem größer als die Vorteile. Bünde gab es in ihren Augen bereits genug. Und sie sahen besonders einen großen Nachteil: Fast alle Bünde haben eigene theologische Ausbildungsstätten. Die Männer und Frauen, die von dort kommen, bringen in der Regel auch die Theologie dieser Ausbildungsstätte mit. Solange dort bibeltreu unterrichtet wird, ist alles gut. Aber was, wenn dort liberales Gedankengut Einzug hält? Die Geschichte einiger Seminare im deutschsprachigen Raum bestätigt die Sorge der KfG-Gründerväter. Und ich bin so dankbar, dass der KfG-Vorstand danach diesen Weg ohne Bund weiter verfolgte.</p>



<p>Die Brüder Strickert und Maier wollten daher eine Plattform schaffen, auf der sich Menschen treffen konnten, die an bibeltreuer Gemeindegründung und Gemeindeaufbau interessiert waren. Deswegen ist die KfG weder ein Dachverband, noch ein Bund, schon gar nicht ein Pseudo-Bund und auch nicht der „Bund der Bundlosen“. Dieses Modell einer Plattform hat sich in den vergangenen 40 Jahren bewährt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gute Redner aus den USA</h2>



<p>Ernst Maier wurde 1994 – er war damals erst 54 Jahre alt – von Gott in die Ewigkeit abberufen. Die Nachricht von seinem Heimgang erreichte mich im Urlaub in Kärnten. Ich wollte ihm unbedingt die letzte Ehre geben. Ich fuhr die Nacht durch und war am Morgen des 5. August 94 in Pfullingen. Am Vormittag verbrachte ich noch eine Zeit allein an seinem offenen Sarg. Ich dankte dem Herrn sehr für das Lebenswerk von Ernst Maier. Ich hatte ihn nur fünf Jahre lang gekannt – aber wie wertvoll war diese Zeit!</p>



<p>Ein Jahr später erkrankte auch Eckehard Strickert schwer und wurde 1996 in die Ewigkeit abgerufen. Ein Jahr vor seinem Heimgang bat er mich, die Leitung der KfG zu übernehmen. Im November 1995 wurde ich während einer weiteren Konferenz mit Fred Colvin zum 1. Vorsitzenden gewählt und vor den Konferenzteilnehmern unter Gebet eingesetzt. Ich war damals 37 Jahre alt und ich empfand die Last der Bürde. Aber der treue Herr half mir. Die Arbeit ging ohne Bruch weiter.</p>



<p>Ernst Maier hatte durch sein Studium in den USA das Netzwerk der „Independent Fundamental Churches of America“ (IFCA) kennengelernt, zu dem auch Brüder wie John MacArthur, Arnold Fruchtenbaum und Dale Sigafoos gehörten. Aus diesem Hintergrund konnten gute Konferenzredner gewonnen werden. Darum reiste ich zwischen 1996 und 2000 vier Mal in die USA, um Gemeinden und zukünftige Redner kennenzulernen. Auf den folgenden Konferenzen sprachen dann oft Brüder aus den Staaten: Arnold Fruchtenbaum (1996), John MacArthur (1999), Alexander Strauch (2000), Dave Hunt (2001), Jim Petersen (2002), Wayne Mack (2007), Roger Peugh (2010) und so weiter. Diese Männer – und die Sprecher aus Europa ebenso – wurden vom Herrn sehr gebraucht. Unsere bescheidene Arbeit durfte wachsen. Die Konferenzen in Rehe wurden mehrmals von 300 Teilnehmern besucht.</p>



<p>Wichtiger als die Besucherzahlen waren die Auswirkungen. Von manchen wissen wir, anderes werden wir wohl erst in der Ewigkeit erfahren. Ein Beispiel: Die Vorträge von den Konferenzen mit Richard Haverkamp (1984 + 1985) gelangten in Form von Kassetten in die Hände des quirligen Architekten Erwin Keck. Der Herr zündete ein Feuer an, sodass in den Folgejahren etliche Gemeinden im schwäbischen und bayrischen Allgäu entstanden. Auf diese Weise entwickelte sich also ein begabter Gemeindegründer.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Zeitschrift „Gemeindegründung“</h2>



<p>Ernst Maiers Lehrgabe war wirklich außergewöhnlich. Er nutzte sie sowohl in der Verkündigung als auch in der Literaturarbeit. Zudem war er sehr fleißig. Tagsüber schrieb er, nachts wurde gedruckt. Ernst übernahm von Anfang an die Aufgabe des Schriftleiters. Ich weiß nicht, ob er den Satz von Lenin kannte: „Ich will lieber eine kleine Broschüre schreiben als auf zwanzig Massenversammlungen zu sprechen.“ Lenin kannte offensichtlich die Macht des gedruckten Wortes. Aber Ernst Maier auch. So kam schon im Januar 1985 die erste KfG-Zeitschrift heraus. Als sparsamer Schwabe verschwendete er keinen Platz, sondern bedruckte schon die Titelseite mit dem ersten Artikel – in diesem Fall ein großartiges Plädoyer von Richard Haverkamp „Ich werde meine Gemeinde bauen“ (Abdruck seines Vortrages von der KfG-Konferenz im November 1984).</p>



<p>Dann besuchte Ernst Maier die Bibelschulen und Seminare im deutschsprachigen Raum und stellte die neue Zeitschrift „Gemeindegründung“ vor. Er bot an, die Zeitschrift in der gewünschten Menge gratis an die Ausbildungsstätten zu schicken. So ist es bis zum heutigen Tag geblieben. Auch hier wird die Ewigkeit zeigen, wie viele Seminaristen inspiriert worden sind, in eine Gemeindegründungsarbeit zu gehen.</p>



<p>Prof. Dr. Friedhelm Jung schrieb in seinem Aufsatz „Was ist evangelikal?“ im Mai 2007: „Mit ihrer viermal jährlich erscheinenden Zeitschrift Gemeindegründung wirkt die KfG verbindend und zugleich lehrbildend unter den ihr nahestehenden Gemeinden.“ (Bibelbund – Biblisch Glauben, Denken, Leben Nr. 75, S.7)</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="723" height="1024" src="https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/kfg-1986-723x1024.jpg" alt="" class="wp-image-18211" srcset="https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/kfg-1986-723x1024.jpg 723w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/kfg-1986-212x300.jpg 212w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/kfg-1986-768x1087.jpg 768w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/kfg-1986-1085x1536.jpg 1085w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/kfg-1986-500x708.jpg 500w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/kfg-1986-700x991.jpg 700w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/kfg-1986.jpg 1276w" sizes="auto, (max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mitteilungen der Konferenz für Gemeindegründung (1986)</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Das Internet</h2>



<p>Heute hat jeder Kaninchenzuchtverein eine eigene Homepage – damals nicht. Wir als KfG starteten recht früh. 1997 ging www.kfg.org an den Start. Falls sich ein Leser fragt, warum nicht www.kfg.de – nun die Katzen-Freunde Germania (KFG) waren noch schneller als wir. :-) Selbstverständlich half dieses Medium, das Anliegen der KfG bekannt zu machen und gutes Material zum Download bereitzustellen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="578" src="https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/kfg-webseite-1024x578.jpg" alt="" class="wp-image-18208" srcset="https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/kfg-webseite-1024x578.jpg 1024w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/kfg-webseite-300x169.jpg 300w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/kfg-webseite-768x433.jpg 768w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/kfg-webseite-1536x867.jpg 1536w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/kfg-webseite-2048x1156.jpg 2048w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/kfg-webseite-500x282.jpg 500w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/kfg-webseite-700x395.jpg 700w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Internetseite der KfG (2023)</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">KfG-Schweiz und KfG-Ost</h2>



<p>In unserem Nachbarland Schweiz gab es ebenfalls Freunde der KfG. 1997 durfte ich zwei Brüder zusammenbringen, die dann gemeinsam die Arbeit starteten. Schon ein Jahr später fand die erste KfG-Konferenz-Schweiz mit dem Kanadier Richard Haverkamp in Beatenberg statt. Es folgten weitere, bis vor einigen Jahren das Interesse an solchen Veranstaltungen sank. Die KfG-Schweiz existiert noch, veranstaltet allerdings zurzeit keine Konferenzen für Gemeindegründung.</p>



<p>Leider besuchten nur sehr wenige Teilnehmer aus den jungen Bundesländern unsere Herbstkonferenz in Rehe / Westerwald. Der Weg war weit und die Kosten relativ hoch. So hatten wir manchmal bei 300 Teilnehmern nur eine Handvoll Ostdeutsche dabei.</p>



<p>Da wurde uns klar, dass wir zu ihnen in den Osten gehen sollten. 2001 unternahm ich eine Erkundungsfahrt und schaute mir ein Haus im Norden von Brandenburg an: Groß Väter am gleichnamigen See. Von 2002 bis 2019 hatten wir dort sehr gute Konferenzen mit Sprechern wie Haverkamp, Colvin, Herrmann, Peters, Mauerhofer, Fruchtenbaum, den Tripp-Brüdern u.a. Während der Corona-Zeit mussten wir im Osten pausieren. Seit 2023 finden die Ost-Konferenzen in der Lutherstadt Wittenberg statt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gibt es eine Perspektive für die Zukunft?</h2>



<p>Heute haben wir glücklicherweise nicht mehr die gleiche Situation wie in 1983. „Gemeindegründung“ war an vielen theologischen Ausbildungsstätten ein Unwort. Ich denke daran, wie ich 1997 an einer Bibelschule die Arbeit der KfG vorstellen sollte. Ich wurde allerdings vom Leiter gebeten, das Wort „Gemeindegründung“ möglichst nicht zu verwenden. Inzwischen wird an fast allen Bibelschulen das Fach „Gemeindegründung“ gelehrt. Das ist eine erfreuliche Entwicklung. Wird dann die KfG überhaupt noch gebraucht?</p>



<p>Im Mai 2023 trafen wir uns mit zirka 30 überwiegend jungen Brüdern in Mittelfranken. Wir stellten ihnen die Arbeit der KfG vor und dachten gemeinsam mit ihnen über Gemeindegründung in der Zukunft nach (siehe Artikel von Andreas Edinger). Wir hatten völlige Übereinstimmung darin, dass Gemeindegründung und bibeltreuer Gemeindebau im deutschsprachigen Raum gebraucht wird wie eh und je.</p>



<p>Bitte beten Sie mit uns, dass engagierte Brüder bereit sind, sich nicht nur in ihrem örtlichen Kontext für Gemeindegründung einzusetzen, sondern auch darüber hinaus! Wir älteren Brüder möchten gerne den Stab an die nächste Generation weitergeben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie die KfG mein Leben verändert hat</h2>



<p>Nein, es war natürlich nicht die KfG, sondern der lebendige Gott hat dieses kleine Missionswerk gebraucht, um mir die Augen für die Wichtigkeit von Gemeindegründung und bibeltreuem Gemeindeaufbau zu öffnen. Er hat mich mit Eckehard Strickert und Ernst Maier Vorbilder gegeben, die für diese Anliegen gelebt haben. Später kamen viele andere hinzu: Fred Colvin, Daniel Herrmann, Richard Haverkamp, Walter Mauerhofer, Roger Peugh etc. Es bleibt dabei – Gemeinde baut der, der gesagt hat: „Ich werde meine Gemeinde bauen“ (Mt 16,18). Er tut es mit uns schwachen Werkzeugen. Aber er tut es.</p>



<p>1989 hielt Eckehard Strickert einen Vortrag, in dem er die Zielsetzung der „Konferenz für Gemeindegründung“ (KfG) wie folgt beschrieb:</p>



<p>„Wir wollen keinen Utopien nacheifern. Wir haben auch nicht vor, die bestehenden Kirchen abzubrechen. Wir sind jedoch realistisch genug, um zu erkennen, dass sich der Einfluss der Kirchen in den kommenden Jahren weiter verringern wird. Deshalb brauchen wir, um Deutschland zu missionieren, viele neue Gemeinden, die sich zur ganzen Bibel bekennen. Wir sollten den Mut haben, einen Neuanfang zu wagen.“ Quelle: Gemeindegründung, Nr. 20, Okt.-Dez. 1989, S. 41</p>



<p><strong><em>Genau. Lasst uns für eine Neubelebung beten!</em></strong></p>
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		<title>40 Jahre KfG &#8211; Der Segen der KfG in meinem Leben</title>
		<link>https://kfg.org/2023/40-jahre-kfg-der-segen-der-kfg-in-meinem-leben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rolf Benz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Oct 2023 20:43:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mein erster persönliche Kontakt mit der KfG war im Sommer 1986. Damals war ich Schüler im 2. Studienjahr an der Bibelschule Brake, Lemgo. Um die Bibel besser kennenzulernen war ich...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Mein erster persönliche Kontakt mit der KfG war im Sommer 1986. Damals war ich Schüler im 2. Studienjahr an der Bibelschule Brake, Lemgo. Um die Bibel besser kennenzulernen war ich mit einem Freund aus meinem Heimatort Maulburg, im Wiesental (Landkreis Lörrach), 650 km nordwärts gezogen. Unsere Postfächer wurden neben unserer privaten Post regelmäßig mit Missionsinformationen / christlichen Zeitschriften und Wissenswertes zum Schulalltag gefüllt.</p>



<p>Auch die KfG-Publikation „<em>Gemeindegründung</em>“ war darunter. Aus zeitlichen Gründen war an ein Durchlesen dieser Fülle von Lesematerial nicht zu denken. Wahrscheinlich habe ich dort von einem „Seminar für Gemeindegründung“ in Pfullingen gelesen. Weil ich im Sommer 1986 im Gemeindepraktikum in Maulburg, im Südwesten war, konnte ich die Gelegenheit nutzen, am Seminar in den Räumen der Biblischen Missionsgemeinde teilzunehmen.</p>



<p>Ich war voller Fragen über die Gründung und den Aufbau einer bibeltreuen Gemeinde, weil ich aus einer sehr jungen Gemeindearbeit kam. Ernst und Ilse Maier boten herzliche Gastfreundschaft. Sämtliche Referenten: Ernst Maier, Eckehard Strickert, Roger Peugh, Hartmut Romberg und Manfred Metzger nahmen sich geduldig und ausgiebig Zeit, die Fragen und Anliegen von uns Teilnehmern zu beantworten und darauf einzugehen.</p>



<p>Ernst Maier lehrte über die biblischen Grundlagen der Gemeinde und gab viele erhellende Hinweise von der Kirchengeschichte. Eckehard Strickert sprach zum Thema „Motivation und Statistik“ und gab viele Beispiele aus seiner Gemeindegründererfahrung. Hartmut Romberg sprach zu Besuchsdienst und Literaturarbeit, Roger Peugh über praktische Schritte zur Gemeindegründung und Manfred Metzger über Kinderarbeit in der Gemeindegründung.</p>



<p>Jeder Referent konnte aus eigener Erfahrung über die Entstehung junger, bibeltreuer Gemeinden berichten. Ermutigt und bestärkt setzte ich mein Gemeindepraktikum fort und ab September 1986 ging es dann zu einem letzten Schuljahr nach Brake. Noch im Sommer habe ich dann die bisher wenig beachteten Zeitschriften „<em>Gemeindegründung</em>“ hervorgekramt und mit viel Interesse und Gewinn gelesen.</p>



<p>Das letzte Bibelschulpraktikum verbrachte ich in Pfullingen und konnte vor Ort lernen, wie eine Gemeinde funktioniert und staunte immer wieder mit wieviel Elan und Freude Ernst und Ilse und die ganze Gemeinde am Werk des HERRN arbeiteten. Ernst erarbeitete Schulungsmaterial für die Gemeindearbeit. Immer wieder brachte er neue Studienhefte heraus. Sie wurde in Pfullingen auf eigenen Maschinen gedruckt, geheftet und versandt.</p>



<p>Auch die „<em>Gemeindegründung</em>“ hatte in Pfullingen ihren Ursprung. Sie nahm zu aktuellen Themen Stellung und bot und bietet auch heute eine Hilfe für Glaubensgeschwister in der Gemeindegründungs- und Gemeindeaufbauarbeit.</p>



<p>Nach der Bibelschulabsolvierung im September 1987 blieb ich noch bis Mai 1988 in Pfullingen zu einem Jahrespraktikum. Zum Unterhalt habe ich in einer Teilzeitstelle Reinigungsmittel ausgefahren und die andere Zeit konnte ich mich in der Gemeindearbeit nützlich machen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="491" src="https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/Pfullingen-1024x491.jpg" alt="" class="wp-image-18207" srcset="https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/Pfullingen-1024x491.jpg 1024w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/Pfullingen-300x144.jpg 300w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/Pfullingen-768x368.jpg 768w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/Pfullingen-1536x736.jpg 1536w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/Pfullingen-2048x982.jpg 2048w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/Pfullingen-500x240.jpg 500w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/Pfullingen-700x336.jpg 700w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gemeindehaus Pfullingen</figcaption></figure>



<p>Nachdem die Gemeinde in Pfullingen etabliert war, wurden die Fühler neu ausgestreckt. Es wuchs ein Anliegen, das als Auftrag Gottes bestätigt wurde, in Mössingen und Reutlingen-Nord Glaubensgeschwistern zu helfen, eine nach neutestamentlichem Vorbild bibeltreue Gemeinde aufzubauen. Ernst, Ilse und ich fuhren regelmäßig nach Mössingen, damit Ernst mit den jungen Gemeindegründern und Gemeindegründerinnen Schulungsabende zur Teambildung durchführen konnte. Ilse und ich passten in der Zwischenzeit in den Häusern auf, dass die Kinder ruhig schliefen.</p>



<p>In Pfullingen erfuhr ich von den Herbst-Konferenzen der KfG. Damals fanden sie noch im Blaukreuzheim in Holzhausen statt. Ich weiß noch von Kassetten von Richard Haverkamp, die ich im Gemeindehaus in Pfullingen fand und mit viel Gewinn gehört habe. Er war Redner einer der ersten Konferenzen (1984 und 1985).</p>



<p>Ein neues Projekt von Ernst war damals auch eine evangelistische Verteilschrift: die „<em>Perspektiven</em>“. Es ging darum, das nähere Umfeld der Gemeinde mit guten, evangelistischen Artikeln zu versorgen, die zum Nachdenken animieren; gleichzeitig konnte man auf aktuelle Gemeindeveranstaltungen hinweisen. Ich erinnere mich an eine Abendbibelschule im Rathaus Mössingen, zu der eingeladen wurde, um die Bibel besser kennenzulernen.</p>



<p>In der Gemeinde wurden ebenfalls Abendbibelschulstunden durchgeführt. Die Studienunterlagen dieser Kurse fanden später Eingang in die Studienhefte des Biblischen Missionsdienstes Pfullingen. Später nahm ich regelmäßig an den KfG-Konferenzen teil, wurde e.V.-Mitglied und profitierte von den bewährten Glaubensgeschwistern, die sich dort trafen und Vorträge hielten. Doch nicht nur die Vorträge waren für mich von großem Gewinn, auch der Austausch mit Praktikern aus ganz Deutschland und darüber hinaus.</p>



<p>Roger Peugh wurde mir zum besonderen Segen bei meinem Weiterstudium beim Extension Programm vom Grace Seminary (Winona Lake, USA) in Frankreich. Er gab zudem viel Input und Hilfe für meinen weiteren Weg nach Ostfriesland und der Gründung und dem Aufbau der Freien Bibelgemeinde Lammertsfehn.</p>



<p>Dieses Jahr dürfen wir auf 30 Jahre Gemeindearbeit zurückblicken. Beim Legen stabiler und schützender Grundlagen war uns die KfG mit Ihrem Angebot an Konferenzen, Schulungsmaterial und beratendem Beistand eine gute Hilfe. Voller Dank blicke ich auf die Gemeinschaft und die Bruderschaft mit Ernst und Eckehard zurück, die jetzt schon beim HERRN sind. Dasselbe gilt für Brüder und Glaubensschwestern, die sich im Rahmen der KfG engagieren oder engagiert haben und mir ein großes Vorbild wurden.</p>
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		<title>40 Jahre KfG &#8211; Wie wir die KfG erlebt haben</title>
		<link>https://kfg.org/2023/40-jahre-kfg-wie-wir-die-kfg-erlebt-haben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sieghard und Felicitas Pfeifle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Oct 2023 20:39:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meine Frau Felicitas und ich kamen während unserer Bibelschulzeit in Kontakt mit Ernst Maier, der damals einige Unterrichtsstunden am Bibel-Center Breckerfeld gegeben hat. Als ich nach meiner Bibelschulzeit Pastor einer...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Meine Frau Felicitas und ich kamen während unserer Bibelschulzeit in Kontakt mit Ernst Maier, der damals einige Unterrichtsstunden am Bibel-Center Breckerfeld gegeben hat. Als ich nach meiner Bibelschulzeit Pastor einer kleinen Gemeinde in Solingen-Wald war, erfuhr ich von einem Seminar, das Ernst Maier und Eckehard Strickert mit Richard Haverkamp, einem Gemeindegründer aus Belgien, durchführen wollten. Mich begeisterten die Vorträge so sehr, dass ich nach der Beratung mit meiner Frau, meine Stelle in Solingen kündigte. Wir zogen nach Pfullingen um und wurden Mitglieder der dortigen Biblischen Missionsgemeinde. Wir arbeiteten in dieser Gemeinde mit und durften lernen, wie Gemeindegründung vonstattengeht.</p>



<p>Erst Maier lernte ich in der Zusammenarbeit in der Pfullinger Gemeinde besser kennen. Wir waren noch von 1985-1990 fünf Jahre zusammen im Ältestenkreis, bevor wir schließlich als Familie in die Gemeindegründung nach Engstingen, auf die Schwäbische Alb zogen.</p>



<p>Eckehard Strickert lernte ich auf den ersten KfG-Tagungen kennen. Wir trafen uns einige Male in Göppingen, wo wir beide Predigtdienst taten. Auch besuchte ich Eckehard einige Male in Groß-Gerau, um in der dortigen Gemeindearbeit zu dienen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Vorbild von Ernst Maier</h2>



<p>Mit fiel auf, dass Ernst Maier ein ausgezeichneter Lehrer war. Wir hatten damals viele Besucher in der Abendbibelschule. Ernst Maier lehrte ganz konsequent fortlaufend Theologie und Bibliologie. Und er machte das so gründlich, dass auch die, die wenig Ahnung hatten und ganz jung im Glauben waren, gut mitkommen konnten. Ernst Maier hatte auch in der Pfullinger Gemeinde eine eigene Druckerei eingerichtet und so wurden mit der Hilfe von Gemeindegliedern und auch den eigenen Söhnen die ersten KfG-Zeitschriften gedruckt – damals noch im DIN A5-Format.</p>



<p>Was mich an seiner Arbeit faszinierte, war, dass Ernst Maier weit vorausdachte. Erst später, als wir selbst in der Gemeindegründungsarbeit standen, wurde uns das deutlich. Er dachte immer an die nächste Generation. Wenn er Brüder sah, die geistliches Potenzial hatten, übertrug er ihnen Verantwortung und wenn sie sich bewährten, berief er sie in den Ältestenkreis. Ich wurde damals mit 25 Jahren und zwei kleinen Kindern in die Ältestenschaft in Pfullingen berufen. Ernst sagte: „Wenn wir zu lange warten, werden die Brüder in der Welt Karriere machen und keine Zeit mehr für die Gemeinde haben!“</p>



<p>Es war damals in den 80er Jahren revolutionär, eine neue Gemeinde zu gründen. Aber es „funktionierte“. Hunderte von neuen Gemeinden entstanden. Gemeindegründung in Deutschland wurde wieder in den Fokus gerückt. Und dazu gebrauchte unser Gott auch die KfG. Gemeinde nach biblischem Vorbild zu bauen und viele festgefahrene Traditionen hinter sich zu lassen, das begeisterte mich.</p>



<p>Gäbe es die KfG nicht, gäbe es auch die Evangelische Freie Gemeinde in Engstingen und in Gammertingen nicht. Durch die erste Konferenz in 1984 führte Gott meine Frau Felicitas und mich in die Arbeit der Gemeindegründung. Wir durften vielen anderen Geschwistern helfen und sie ermutigen, neue Gemeinden zu gründen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein neues Verständnis von Gemeindeleitung und Taufe</h2>



<p>Als junger Pastor nach der Bibelschulausbildung ermutigte mich Leiterschaft durch ein Ältestenteam sehr. Auch wenn es herausfordernder war, mit mehreren Brüdern die Gemeinde zu leiten, war es doch viel entspannter und segensreicher diesen Dienst zu tun. Jeder Bruder in der Leitung konnte seine Stärken ausbauen und seine Schwächen wurden durch andere Brüder ausgeglichen. Das machte die Gemeindearbeit viel effektiver und dynamischer. Auch ein Sonderheft von Ernst Maier über die Taufe sprach mich besonders an. Wir hatten damals in der Gemeindegründung viele Diskussionen mit Geschwistern aus den Kirchen über die Notwendigkeit der Glaubenstaufe. Da druckte Ernst Maier diese Zeitschrift – und sie half uns sehr.</p>



<p>Die Konferenzen mit Fred Colvin über Persönliche Evangelisation sowie mit Benedikt Peters über Ältestenschaft waren sehr prägend für unseren Dienst. Auch die Tagung mit James McCarthy über das Thema: „Wie können wir Katholiken für Jesus gewinnen?“ half uns in unserer Arbeit – gerade in den katholischen Gebieten – sehr.</p>



<p>Darüber hinaus gab es so viele herrliche Begegnungen auf den Konferenzen der KfG. Ich greife nur eine heraus. Ich kam aus meinem Zimmer und wollte in den Speiseraum. Aus dem Zimmer daneben kam auch ein Ehepaar heraus. Da erkannte ich eine Schwester, die mit mir in der Kindheit in der verbotenen, geheimen Jungschar in Lettland war. Inzwischen waren über 50 Jahre vergangen! Heute ist ihr Mann in der Leitung einer großen russland-deutschen Gemeinde. Sie machen einen gesegneten Dienst. Wie hat unser Vater im Himmel den Einsatz der Jungscharleiter, die unter solcher Gefahr und Einsatz damals uns Kindern die biblischen Wahrheiten beigebracht haben, gesegnet! Und dann sahen wir uns 50 Jahre später und dienen immer noch dem HERRN Jesus! Einfach wunderbar!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ausblick</h2>



<p>Ich wünsche der KfG, dass sie ihre Prinzipien treu weiterverfolgt und sich nicht ablenken lässt von verschiedenen Nebenströmungen theologischer Sichtweisen. Besonders liegt mir am Herzen, dass Gemeindegründung und Gemeindebau oberste Priorität bleiben.</p>



<p>Natürlich veränderte sich die KfG im Lauf der Jahre. Alles, was lebt, ist diesem Prozess unterworfen. Nur toter Stoff verändert sich nicht. Durch die verschiedenen Entwicklungen in unserem Land konnte die KfG dennoch treu ihren Kurs halten. Sie blieb – durch Gottes Gnade – bibeltreu. Nicht konservativ im Sinne von starr, sondern fest an der Schrift und den anfänglichen Prioritäten im Blick auf die Gemeindegründung.</p>



<p>Darum möchte ich die KfG weiterhin unterstützen, weil sie mein Herzensanliegen, Gemeindegründung in Deutschland, konsequent verfolgt. Deshalb trat ich vor vielen Jahren in den KfG-Verein ein und arbeite heute im Vorstand der KfG mit.</p>



<p>Mein Wunsch für morgen ist, dass viele junge Menschen für die Mitarbeit in der KfG gewonnen werden und dieses Anliegen der Gemeindegründung in die nächste Generation weitergetragen wird.</p>
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		<title>40 Jahre KfG &#8211; Von der Mission in die Gemeindegründung</title>
		<link>https://kfg.org/2023/40-jahre-kfg-von-der-mission-in-die-gemeindegruendung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Hahm]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Oct 2023 20:35:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen unserer Vorbereitung für die Mission verbrachten wir, meine Frau und ich, zwei Jahre in den USA. In dieser Zeit hatten wir die Gelegenheit, einige sehr gute, vom Wort...</p>
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<p>Im Rahmen unserer Vorbereitung für die Mission verbrachten wir, meine Frau und ich, zwei Jahre in den USA. In dieser Zeit hatten wir die Gelegenheit, einige sehr gute, vom Wort Gottes her klar stehende Gemeinden kennenzulernen. Wir waren beeindruckt von der guten, bibeltreuen Verkündigung und der guten Gemeinschaft in den Gemeinden. Da wir in Deutschland innerhalb der Lutherischen Kirche aufgewachsen waren, hatten wir diese Art der Gemeinde nie kennengelernt.</p>



<p>Wir hatten auch das Vorrecht, ein Ehepaar kennenzulernen, das sich im Reisedienst vorbereitete, um in Deutschland Menschen für Christus zu gewinnen und biblische Gemeinden zu gründen.</p>



<p>Nach einem weiteren Jahr der Vorbereitung in Deutschland brachen wir im Februar 1964 nach Pakistan auf, um in Zusammenarbeit mit der <em>Child Evengelism Fellowship</em> und den bereits bestehenden Gemeinden das Evangelium besonders den Kindern zu verkündigen. Im Vergleich zu heute hatten wir zu der Zeit noch viel Freiheit mit den Menschen über Jesus zu reden. Die muslimischen Kinder mit der Botschaft zu erreichen war allerdings nicht möglich. Auch die wenige Christen konnten wir kaum motivieren, ernsthaft mitzuarbeiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vom Jugendkreis zur Gemeinde</h2>



<p>Aus verschiedenen Gründen führte unser Weg zurück nach Deutschland. Gleichzeitig reifte in uns die Motivation, hier in Deutschland mit einer Gemeindegründung zu beginnen. Wir erinnerten uns noch gut an unseren sechsmonatigen Dienst in einer der Gemeinden in USA, mit der wir immer noch in Verbindung standen. Diese und andere Gemeinden dienten uns als Vorbild.</p>



<p>Auf eine Unterstützung in Deutschland war nicht zu hoffen. „Wir haben doch schon so viele Gemeinden“, war die Antwort aus unserem Bekanntenkreis. Ermutigung bekamen wir von Ernest Klassen, dem Gründer und Lehrer unserer Bibelschule. Eine Wohnung mit einem großen Wohnzimmer in einer Siedlung in Bielefeld war des Herrn Antwort auf unser Gebet. Gleichzeitig bekam ich einen Ausbildungsplatz zum Krankenpfleger in Bielefeld. Beim Umzug im September 1975 schlossen unsere Kinder, die damals im Teenagealter waren, schon die ersten Freundschaften in der Siedlung.</p>



<p>Am letzten Samstag im September folgten bereits fünf Jugendliche der Einladung zu unserer ersten Jugendstunde in unserem Wohnzimmer. Am Montag darauf begann meine Ausbildung zum Krankenpfleger. Es folgten drei schwere Jahre. 40-Stunden Woche im Krankenhaus plus das Aufarbeiten des Unterrichts.</p>



<p>Die wöchentlichen Jugendstunden wurden immer größer. Bald kamen auch die Bibelstunden für Erwachsene hinzu. Nach etwa sechs Monaten begannen ebenfalls Gottesdienste am Sonntag. Alles im Wohnzimmer. Die Hauptlast trug dabei meine Frau Christa. Die Jugendlichen aus der Siedlung klingelten täglich an unserer Tür, unsere Kinder unterstützten uns tatkräftig. Im Sommer führten wir jeweils auch eine Zeltfreizeit durch.</p>



<p>Bald drängten sich am Sonntag bis zu 35 Jugendliche in unserer Wohnung. Darunter auch einige Erwachsene. Dreieinhalb Jahre später, nach Beendigung meiner Ausbildung, konnten wir einen Saal mit zwei Jugendräumen mieten, einige Jahre später auch ein älteres Haus kaufen und umbauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Segen der KfG</h2>



<p>1984 traf ich Eckehard Strickert. Eckehard informierte mich über das Treffen der Geschwister mit dem Ziel, neue Gemeinden in Deutschland zu gründen. Dieser Gedanke interessierte mich sehr. Bei dem zweiten Treffen waren wir dabei. Richard Haverkamp berichtete über die Gründung neuer Gemeinden in Belgien. Er motivierte uns, auch in Deutschland biblische Gemeinden zu gründen.</p>



<p>In dieser und den folgenden Konferenzen lernten wir viele Geschwister kennen, die das gleiche Ziel hatten, das der Herr auch uns aufs Herz gelegt hatte. Auf diesen Konferenzen wurden wir immer wieder neu ermutigt, mit unserer Gemeindegründung fortzufahren.</p>



<p>Eine Gemeindegründung bringt viel Freude, aber auch viele Enttäuschungen und Entmutigungen mit sich. Die Bruderschaft und der Austausch in der KfG ermutigten uns immer wieder. Die vielen guten Vorträge bei den Konferenzen gaben uns oft neu die Gewissheit, dass wir lehrmäßig auf dem richtigen Weg waren.</p>



<p>Die biblische Gemeinde wird von allen Seiten angegriffen. Alte und viele neue Lehrströmungen greifen uns in der Gemeinde an. In den Städten, in denen viele Gemeinden sind, wechseln die Gläubigen leicht die Gemeinde. Sie bringen oft fragliche bis falsche Lehren mit. Junge Leute sind leicht anfällig für die modernen Strömungen in den Liedern und der Musik. Es ist nicht leicht, in diesen Bereichen die Geschwister zu leiten. Solche Auseinandersetzungen führen oft zu Spaltungen.</p>



<p>In den ersten Jahren unserer Gemeinde war es leicht, sie zu führen. In den folgenden Jahren wurde es immer schwieriger. Manchmal muss man schmerzliche Entscheidungen treffen. Als Leiter und Ältester einer Gemeinde muss man selbst seine eigenen Entscheidungen überprüfen und hinterfragen.</p>



<p>Nach 48 Jahren des Gemeindebaus und Gemeindeführung blicken meine Frau und ich dankbar auf die Bruderschaft in der KfG zurück. Die Bruderschaft und der Austausch stärkten uns sehr. Auch im Blick auf Lehrentscheidungen waren uns die Brüder und die Konferenzen in der KfG eine große Hilfe.</p>
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		<title>40 Jahre KfG &#8211; Meine Geschichte mit der KfG</title>
		<link>https://kfg.org/2023/40-jahre-kfg-meine-geschichte-mit-der-kfg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Wälzlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Oct 2023 18:08:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>1987 lernte ich während meines Gemeindepraktikums in einer schwäbischen Freikirche bei einem Gemeindetreffen auf der Schwäbischen Alb Ernst G. Maier kennen. Als Familie orientierten wir uns gerade neu und fragten...</p>
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<p>1987 lernte ich während meines Gemeindepraktikums in einer schwäbischen Freikirche bei einem Gemeindetreffen auf der Schwäbischen Alb Ernst G. Maier kennen. Als Familie orientierten wir uns gerade neu und fragten uns, wie es nach dem einjährigen Gemeindepraktikum weitergehen solle?</p>



<p>Wir „landeten“ dann für die nächsten vier Jahre in der Biblischen Missionsgemeinde Pfullingen, die Ernst G. Maier gegründet hatte. Hier lernte ich natürlich die KfG-Arbeit kennen und hörte das erste Mal das Wort „Gemeindegründung“. Ich weiß nicht mehr, an wie vielen Seminaren zu dieser Thematik und dem zugehörigen Umfeld ich teilnahm, doch waren es etliche.</p>



<p>Was ich an Ernst schätzte, war sein systematisches theologisches Denken und seine intensiven „trockenen“ Auslegungspredigten, zudem kam ein pragmatischer Weitblick und das praktische Talent. Er war immer am Überlegen, wie wir als Gemeinde die Außenstehenden erreichen können und „experimentierte“ im evangelistischen Bereich. Zudem kam sein Ansinnen, bibeltreue Gemeinden in einer Arbeitsgemeinschaft (kein zentralistischer Bund) zusammen zu führen.</p>



<p>In den „Pfullinger Jahren“ erfuhr ich glücklicherweise eine praktische Ausbildung zum biblischen Gemeindebau, da wir aus unserer Gemeinde heraus mehrere Gemeindegründungen starteten. Sozusagen bekam ich zusätzlich zu meiner vierjährigen sehr theoretischen evangelikal-pietistischen Bibelschulausbildung am „Seminar für Äußere und Innere Mission“ (Tabor / Marburg) eine intensive und fundierte bibeltreue Ergänzung.</p>



<p>Als ich Ernst kurz vor seinem viel zu frühen Heimgang (er starb mit 54 Jahren) fragte, wo er meinen Dienst in der Zukunft sehen könnte, sagte er in seiner typischen unkomplizierten Art: „Geht auf die Schwäbische Alb, dorthin, wo es noch keine biblische Gemeinde gibt.“</p>



<p>Genau das durfte dann geschehen, und ich arbeitete weiterhin in meinem Beruf als Kunstschmied. Dadurch hatte ich viele Gelegenheiten zur Persönlichen Evangelisation und es kamen Menschen zum Glauben.</p>



<p>1994 führte es der Herr dann so, dass wir mithelfen konnten, in Engstingen eine Gemeinde zu gründen, aus der dann vor ca. 15 Jahren eine Tochtergemeinde in Gammertingen entstand.</p>



<p>Seit nunmehr 30 Jahren arbeite ich in der KfG und der Arbeitsgemeinschaft für bibeltreue Gemeinden (AfbG) mit und wurde durch einige unserer „hochkarätigen“ Konferenzredner sehr motiviert und zum andauernden Dienst in der Persönlichen Evangelisation und Gemeindegründung ermutigt. Die stärksten Impulse erhielt ich während unserer Konferenzen mit Daniel Herrmann (Frankreich) sowie mit Fred Colvin und Walter Mauerhofer (Österreich).</p>



<p>Von Ernst lernte ich zudem, wie wichtig die Auslegungspredigt und die systematische Verkündigung biblischer Lehre ist; und dass diese Unterweisung und Zurüstung zum Dienst im Neuen Testament in den Gemeinden geschehen muss.</p>



<p>Es ist schon erstaunlich, wie der Herr mir gerade diese Priorität der Zurüstung anderer in der biblischen Lehre durch das Kennenlernen von Ernst aufs Herz gelegt hat. So entstanden in nahezu 20 Jahren die verschiedenen Typen des Samstag-Bibelseminars, die ich über viele Jahre hinweg planen und leiten durfte. Bei diesen Treffen wurden in den Gemeinden hunderte von Geschwistern systematisch zugerüstet.</p>



<p>Jetzt im Alter von 68 Jahren arbeitet noch immer der „Gemeindegründungsvirus“ in mir, den ich mir einmal durch die KfG einfing. Der Herr hat mich nämlich (nach dem Heimgang meiner Frau, mit der ich über 42 Jahre verheiratet war) wieder an einen Platz gestellt, wo es im Umkreis von ca. 50 Kilometern keine bibeltreue Gemeinde gibt. Hier „oben“ in Mecklenburg-Vorpommern wurde mir Elke (64 Jahre alt), meine nunmehrige Frau, „zugestellt“. In einem von uns umgebauten Stall feierten wir am 13. August unseren ersten Gottesdienst und sind gespannt, was der Herr durch uns Oldtimer in dieser Gegend noch bewirken wird.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1022" height="916" src="https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/waelzlein.jpg" alt="" class="wp-image-18193" srcset="https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/waelzlein.jpg 1022w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/waelzlein-300x269.jpg 300w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/waelzlein-768x688.jpg 768w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/waelzlein-500x448.jpg 500w, https://kfg.org/wp-content/uploads/2024/08/waelzlein-700x627.jpg 700w" sizes="auto, (max-width: 1022px) 100vw, 1022px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gründungsteam vlnr: William &amp; Elfriede Hinderliter, Hans &amp; Elke Wälzlein</figcaption></figure>
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